Guerilla-Aktion! "Fridays For Future" stürmen Vortrag von Christian Lindner an Leipziger Uni

Leipzig - Am Dienstagabend sollte Spitzenpolitiker Christian Lindner einen Vortrag an der Universität Leipzig halten. Dieser wurde aber durch einen Klimaprotest der Aktivisten von Fridays For Future Leipzig unterbrochen.

Christian Lindner antwortete auf den Protest spontan mit dem Zitat eines Philosophen.
Christian Lindner antwortete auf den Protest spontan mit dem Zitat eines Philosophen.  © Screenshot Twitter/ Fridays For Future Leipzig

FDP-Parteivoritzender Christian Lindner war an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu Leipzig geladen gewesen, um einen Vortrag zum Thema „Westliche Werte unter Druck? Die neue Systemfrage - Liberalismus vs. Autoritarismus" zu halten.

Dieser Vortrag wurde aber just unterbrochen, als eine Gruppe junger Menschen in den Raum marschierte und sich mit einem Transparent mit der Aufschrift „Klimaschutz nur von Profi-teur*innen umweltzerstörender Politik? Nur über unsere Leichen.“ auf der Bühne positionierte. Davor legten sich Aktivisten wie tot auf die Bühne - eine Art des Protests, den man beispielsweise schon bei der Demonstration gegen das Artensterben am Rand des WGT auf den Willy-Brandt-Platz beobachten konnte.

Nicht nur bei Christian Lindner stieß die Aktion nicht auf Zustimmung, laute Rufe wurden auch im Hörsaal unter den Studenten laut. Wie ein Video zeigt, antwortete Christian Lindner mit einem Zitat des Philosophen Jürgen Habermas auf die Aktion: „Hier stehen dürft ihr, hier liegen und schlafen dürft ihr – stören dürft ihr nicht. Euch zu Wort melden und diskutieren, das ist herzlich willkommen.“ Darauf gingen die Protestler nicht ein, sondern skandierten laut ihre Forderungen: "What do we want? - Climate justice!" - "When do we want it?" - "Now!"

"Verpisst euch, ihr Kommunisten", schallte es da aus den Reihen der Zuschauern und die Stimmung eskalierte. Da Christian Lindner der scheinbaren Wortführerin nicht sofort das Mikrofon überließ, gab diese noch einmal ihren Unmut über die Ignoranz der Politik zum Umweltschutz kund und verließ zusammen mit den anderen Protest-Teilnehmern den Raum.

"Leider waren die Aktivisten nur an stummen Gesten interessiert", bedauerte Christian Lindner im Anschluss. Er hätte gerne eine Diskussion mit den jungen Menschen geführt.

An der Aktion sollen neben der Leipziger Ortsgruppe "Fridays For Future" auch die Gruppierungen "Students For Future", "Extinction Rebellion" und "Ende Gelände" beteiligt gewesen sein.

Kein Wunder aber, dass es ausgerechnet Lindner getroffen hatte: Der hatte sich bereits in der Vergangenheit mit der Aussage "Klimaschutz ist eine Sache für Profis“ bei den jungen Klimaaktivisten keine Freunde gemacht.

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