Bertelsmann macht Umsatz-Plus, aber schweigt zu den Gewinnen

Gütersloh - Dank steigender Erlöse aus dem Digitalgeschäft und der Konzentration auf die Wachstumsbereiche ist Bertelsmann mit einem deutlichen Plus ins 1. Quartal gestartet.

Das Bertelsmann-Verwaltungsgebäude befindet sich in Gütersloh.
Das Bertelsmann-Verwaltungsgebäude befindet sich in Gütersloh.  © DPA

Der Konzernumsatz kletterte um 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich auf 4,21 Milliarden Euro. Das ist höchste Wert seit 2008, wie das Unternehmen am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine Angaben.

Den größten Anteil am Umsatzplus des Medien-, Dienstleistungsunternehmens lieferte die europäische Sendertochter RTL Group mit Sitz in Luxemburg zu. Das im MDax notierte Unternehmen machte einen Umsatzsprung von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,5 Milliarden Euro.

Zwar gingen hier die Erlöse im klassischen TV-Werbegeschäft um zwei Prozent zurück, die RTL Group profitierte aber vom Digitalgeschäft und der Produktionen von Serien wie "American Gods" der Tochter Fremantle (plus 41 Prozent).

Zu Bertelsmann zählen die Senderfamilie RTL Group, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, der Dienstleister Arvato, der Buchverlag Penguin Random House und BMG als Musikrechteverwerter.

Eigentümer von Bertelsmann sind zum Großteil Stiftungen, darunter die Bertelsmann-Stiftung. Die Familie Mohn hält die restlichen Anteile von knapp 20 Prozent.

Thomas Rabe ist der Bertelsmann-Chef derzeit.
Thomas Rabe ist der Bertelsmann-Chef derzeit.  © DPA

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