Opfer soll Mutter und Oma beleidigt haben: 18-Jähriger sticht mit Messer zu

Bielefeld/Gütersloh - Der 18-Jährige aus Gütersloh war der Polizei kein Unbekannter! Immer wieder fiel er durch Überfälle, Beleidigungen und Betrügereien auf.

Mit einem Messer soll der 18-Jährige mit der Absicht, sein Opfer zu töten, auf den anderen losgegangen sein. (Symbolbild)
Mit einem Messer soll der 18-Jährige mit der Absicht, sein Opfer zu töten, auf den anderen losgegangen sein. (Symbolbild)  © 123RF

Erstmals soll der damals noch jugendliche tatverdächtige am 29. Mai 2017 auffällig geworden sein, als er einen Supermarkt in Gütersloh überfiel und 880 Euro klaute.

"Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen soll der Angeklagte kurz nach dem Überfall von Polizeibeamten gestellt worden seien. Im Rahmen der Festnahme soll er diese beleidigt haben", heißt es von der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Nicht mal einen Monat später soll der 18-Jährige mit drei Mittätern zwei andere Männer überfallen haben. Während des Streits sollen die Angreifer auf ihre Opfer eingetreten und eingeschlagen haben.

Eines dieser Opfer traf der Jugendliche später wieder. Dort soll seine kriminelle Karriere ihren traurigen Höhepunkt erreicht haben: Ohne Vorankündigung habe er in der Nacht zum 17. Dezember 2017 auf den ahnungslosen Mann mit einem mitgeführten Messer "mit Tötungsvorsatz" mehrfach eingestochen, heißt es.

"Hintergrund der Tat sollen vermeintliche Äußerungen des Geschädigten beleidigenden Inhalts über die Mutter und die Großmutter des Angeklagten gewesen sein."

Ab dem 7. Juni muss sich der junge Tatverdächtige vorm Landgericht Bielefeld verantworten. Vorerst sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: 123RF