Im Drogenrausch: 18-Jähriger greift Dealer mit Messer an

In dieses Haus schleppte sich das Opfer im April.
In dieses Haus schleppte sich das Opfer im April.

Gütersloh - Lange waren die Umstände nach einer Messer-Attacke in Gütersloh unklar. Zwischenzeitlich war sogar das Opfer (34) selbst in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt (TAG24 berichtete). Jetzt wurde ein 18-Jähriger verurteilt.

In der Nacht vom 7. auf den 8. April hatte der junge Mann sich mit einem heute 34-Jährigen unter falschem Vorwand an einer Bushaltestelle getroffen und ihm dann mit einem Messer mehrfach in Hals und Oberkörper gestochen.

Vorangegangen war dem Ganzen, dass der 18-Jährige am 7. April die Schule schwänzte und stattdessen in der Wohnung seines späteren Opfers und Dealers Kokain und Amphetamine konsumierte, so die Neue Westfälische.

Am späten Abend kam er nach dem Besuch bei zwei Freunden zurück in die Wohnung legte sich unbemerkt in einem Nebenzimmer schlafen. Das passte dem 34-Jährigen aber nicht und er schmiss ihn raus.

Vor Gericht: Der Angeklagte mit seinem Anwalt Detlev Binder.
Vor Gericht: Der Angeklagte mit seinem Anwalt Detlev Binder.

Daraufhin kam es zum Angriff!

Der 18-Jährige wurde vor dem Bielefelder Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

Das Gericht ging davon aus, dass der junge Mann zum Zeitpunkt des Angriff wieder zu sich kam und deshalb von seinem Opfer abließ. Deshalb wurde vom ursprünglichen Haftbefehl wegen versuchten Mordes (TAG24 berichtete) abgesehen.

Auch wenn die Tat untypisch für den sonst ehrgeizigen Sportler und Schüler sei, dürfe man die Schwere nicht außer Acht lassen.

"Sie werden noch viele Zurückweisungen in Ihrem Leben erfahren und verarbeiten müssen", sagte der Vorsitzende Richter Carsten Nabel.


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