Kann die insolvente Molkerei doch noch gerettet werden?

"Unser Betrieb darf nicht sterben" und "Wir wollen unsere Molkerei behalten" steht auf den Schildern.
"Unser Betrieb darf nicht sterben" und "Wir wollen unsere Molkerei behalten" steht auf den Schildern.

Gütersloh - Für 230 Angestellte der Gütersloher Molkerei von FriedslandCampina gab es Ende November die Schock-Nachricht: Der Standort wird geschlossen! Doch jetzt könnte es die Rettung geben.

Der Wirtschaftsprüfer Professor Dr. Hans Josef Bontrup (64) wurde damit beauftragt, den Gütersloher Standort auf Ökonomie und Effizienz zu prüfen, so das Westfalen-Blatt.

"Unsere Hoffnung auf ein Fortbestehen der Molkerei in Gütersloh stirbt zuletzt", sagte Campina-Betriebsrat Frank Bollkämper (55) der Zeitung. Auf Unterstützung der in den Niederlanden ansässigen Geschäftsführung kann die Belegschaft zählen.

Der Konzern stelle alle Kennzahlen und Leistungsdaten der Molkerei zu Verfügung, damit Professor Dr. Bontrup ein exaktes Ergebnis erstellen kann. "Professor Bontrup gilt als Koryphäe auf dem Gebiet und beriet schon viele namhafte Unternehmen und die Politik", erklärte Bollkämper seine Hoffnung.

Die Folge der Auswertung könnte sein, dass das Werk in Ostwestfalen nicht komplett dicht gemacht würde. Eine Teilproduktion und die Rettung einiger Arbeitsplätze sei so möglich.

Bollkämper glaube nicht daran, dass Angestellte das Angebot bekämen, an den deutschen Standorten Köln, Düsseldorf oder Heilbronn weiterzuarbeiten. In Heilbronn würden nämlich aktuell 74 Stellen abgebaut.


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