Vergewaltiger muss zehneinhalb Jahre in den Knast

In drei Fällen musste sich Frank W. wegen schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung verantworten.
In drei Fällen musste sich Frank W. wegen schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung verantworten.  © 123RF

Gütersloh - Obwohl schon gegen ihn ermittelt wurde, vergewaltigte Frank W. (28, Name geändert) aus Gütersloh weiter Frauen. Als das Urteil gegen ihn vorm Bielefelder Landgericht verlesen wurde, grinste der Angeklagte seine Opfer hämisch an. 

Danach verfolgte er laut der Neuen Westfälischen die Verkündung von Richter Thomas Hartmann regungslos. Der 28-Jährige musste sich wegen schwerer Vergewaltigung in drei Fällen sowie Körperverletzung vor der Strafkammer verantworten.

Der erste Fall ereignete sich im Frühjahr 2015: W. bedrohte seine damalige Partnerin mit einem Messer auf einem bereits geschlossenen Tankstellengelände. Anschließend vergewaltigte er sie.

Während der Ermittlungen zu diesem Fall kam es zum nächsten: Der Angeklagte schlug Ende 2015 erneut zu. Wieder traf es seine Ex-Lebensgefährtin. Dieses Mal fiel er in der Wohnung von gemeinsamen Freunden über sie her. Der gebürtige Russe mit deutschem Pass würgte und vergewaltigte sie.

Vorm Landgericht Bielefeld wurde der Fall Frank W. verhandelt.
Vorm Landgericht Bielefeld wurde der Fall Frank W. verhandelt.  © DPA

Nur wenige Monate später überfiel der heute 28-Jährige die Mitarbeiterin einer Bäckerei an der Kahlertstraße in Gütersloh. Er attackierte die Frau mit einem Messer, verletzte sie und zwang sie anschließend zu verschiedenen Sexpraktiken.

Reue schien der Deutsch-Russe den gesamten Prozess über nicht zu empfinden. Auch Einsicht zeigte W. nicht. Bis zum Schluss schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. 

Für seine schreckliche Tat bekam er den gerechten Lohn: Zehn Jahre und sechs Monate muss der Vergewaltiger hinter Gitter.

Außerdem wurde die Unterbringung in einer Entziehungseinrichtung angeordnet. Mit dem Urteil setzte der vorsitzende Richter ein Statement: Es fällt deutlich höher aus als das Strafmaß, das die Staatsanwaltschaft forderte (acht Jahre, vier Monate).

Titelfoto: 123RF


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