Abzocke im Urlaub! Familie sitzt plötzlich auf der Straße

Peter Giesel versucht auf Mallorca, den Urlaub der Familie zu retten.
Peter Giesel versucht auf Mallorca, den Urlaub der Familie zu retten.  © Screenshot Kabel eins Mediathek

Gütersloh/Mallorca - Eigentlich sollte Urlaub die schönste Zeit des Jahres sein, vor allem wenn es auf die spanische Insel Mallorca geht. Sonne und Strand, soweit man schaut. Doch für eine Familie aus Gütersloh wurde der Urlaub zum Horror!

Mitten in der Hauptsaison kam Fulya Kahramann mit ihren Kindern auf der Insel an, die Wohnung hatten sie zuvor über ein Onlineportal gebucht. Vor Ort dann der Schock: Die Adresse gab es gar nicht.

Hausnummer 15 C oder D sollte es eigentlich sein, gefunden hat die Familie aber nur A und B. "Ich habe erst gedacht, ich habe mich vertan. Mir war echt zum Heulen zumute", wird Kahramann in der Neuen Westfälischen zitiert.

Mit Hilfe des Familienvaters konnte zumindest noch ein Hotel organisiert werden. "Ich hab gesagt, ich habe hier keine Wohnung zur Verfügung, sieh' mal zu, dass wir irgendwo unterkommen, bevor wir auf der Straße schlafen müssen."

Fulya Kahramann und ihre Kinder hatten sich diesen Urlaub ganz andern vorgestellt.
Fulya Kahramann und ihre Kinder hatten sich diesen Urlaub ganz andern vorgestellt.  © Screenshot Kabel eins Mediathek

Statt der geplanten 700 Euro saß die Familie jetzt auf einer 1200 Euro-Rechnung für die Unterkunft. Als letzte Hoffnung tauchte eher zufällig TV-Journalist Peter Giesel auf, der in seiner Kabel eins-Sendung "Achtung Abzocke" auf solche Fälle spezialisiert ist.

"Wir haben das Kamerateam am Strand gesehen. Und ich dachte mir, komm' da sagst du Bescheid, dass du wohl auch betrogen wurdest", sagt Kahramann. Die Spur, der Giesel nachging, führte nach Manchester, England. Es stellte sich heraus, dass die Firma des Vermieters lediglich eine Briefkastenfirma ist.

"Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen – und genauso kontinuierlich geht der Urlauber-Betrug weiter. Die Abzocken werden immer raffinierter. Ich habe ja schon viel gesehen, aber mit welchen Tricks Touristen mittlerweile über den Tisch gezogen werden sollen, ist unglaublich", so Giesel.

Übrigens: Der Urlaubsretter musste seine Suche abbrechen, weil die Recherche zu aufwendig gewesen wäre. Die Familie erhielt dafür von einem Mitglied des Deutschen Ferienhausverbands einen Reisegutschein.

Titelfoto: Screenshot Kabel eins Mediathek


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