Warum übt die GSG 9 in Gütersloh für den Fall eines Terroranschlags?

Gütersloh – Anwohner und Passanten sind häufig geschockt, wenn sie die vermummten Spezialkräfte auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens herumlaufen sehen. Handelt es sich um eine Übung oder etwa doch den Ernstfall?

Das Gelände bietet ideale Voraussetzungen für Terrorübungen.
Das Gelände bietet ideale Voraussetzungen für Terrorübungen.

Zwischen Gütersloh und Marienfeld liegt der ehemalige Militärflughafen Princess Royal Barracks, auf dem Einsatzkräften aus ganz Deutschland verschiedene Manöver zur Anti-Terror-Bekämpfung üben. Neben dem Tower bieten Gebäude und Landebahn ideale Voraussetzungen für das strategische Training.

Die Szenarien werden dabei so realitätsnah ausgeführt, dass es für Außenstehenden schwer ist, zwischen Übung und Ernstfall zu unterscheiden. Ob die bewaffneten Kräfte für einen erwarteten Übergriff proben, wird von den Behörden streng unter Verschluss gehalten.

Feuerwehr, SEK und auch die Berliner Elite-Einheit GSG 9 waren bereits vor Ort. Die GSG 9 ("Grenzschutztruppe 9") wurde 1972 als Reaktion auf das blutige Geiseldrama bei den Olympischen Spielen gegründet, nachdem die Polizei bei der Befreiung versagte. Mit der Rettung der gekaperten Lufthansa-Maschine 1977 wurde die Truppe zum Mythos und kämpft seitdem gegen Terroristen, Piraten und Geiselnehmer.

"Ich kann bestätigen, dass die GSG 9 der Bundespolizei seit 2017 auf dem ehemaligen britischen Militärflughafen in Gütersloh Übungen durchführt. Die GSG der Bundespolizei übt hier Taktiken unterschiedlichster Art. Bis jetzt fanden auf diesem Gelände drei Übungen statt", zitiert die Neue Westfälische GSG 9-Sprecherin Cora Thiele. Detaillierte Angaben könne sie jedoch nicht machen.

Spezialeinsatzkräfte der Polizei üben für den Ernstfall eines Terroranschlages.
Spezialeinsatzkräfte der Polizei üben für den Ernstfall eines Terroranschlages.

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