Über Facebook und Co.: 19-Jähriger verabredet sich mit jungen Mädchen und vergewaltigt sie

Gütersloh/Paderborn – Über die sozialen Netzwerke soll ein 19-Jähriger aus Lippstadt mehrere Mädchen zum Sex gezwungen haben. In mehr als 50 Fällen muss er sich vor dem Landgericht Paderborn verantworten.

Über soziale Netzwerke nahm der junge Mann Kontakt zu seinen Opfern auf. (Symbolbild)
Über soziale Netzwerke nahm der junge Mann Kontakt zu seinen Opfern auf. (Symbolbild)  © DPA

Über Facebook, WhatsApp und Dating-Apps lernte der heute 21-Jährige die Teenager kennen. Zunächst haben diese "normale Bilder" geschickt, wie Christoph Zielke von der Staatsanwaltschaft Paderborn gegenüber der Neuen Westfälischen mitteilte.

Weil ihm das aber nicht reichte, forderte er Nacktbilder von den Mädchen. Dann drohte er, diese zu veröffentlichen, wenn er keine anzüglicheren Fotos bekäme. "Er wollte immer mehr", so Zielke.

Die Opfer sollten sexuelle Handlungen an sich selbst vornehmen und sich dabei filmen. In einigen Fällen kam es zu persönlichen Treffen, bei denen er die Mädchen teilweise zum Sex zwang.

Bundesweit sind der Staatsanwaltschaft derzeit 53 Fälle bekannt, darunter zwei Mädchen aus dem Kreis Gütersloh.

Täter schon wegen Vergewaltigung verurteilt

Die Opfer seien zur Zeit des Missbrauchs, von April 2015 bis Oktober 2016, zwischen 12 und 18 Jahre alt gewesen.

Ab Mitte Mai muss sich der 21-Jährige vor dem Paderborner Landgericht verantworten. Doch das ist nicht sein erster Prozess. Wegen dreifacher Vergewaltigung wurde er im Juli 2017 bereits zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

"Je nachdem, wie dieses endet, wird die laufende Strafe dann aufgestockt", so Zielke.

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