Hier entsteht Deutschlands größte Parkour-Anlage

Im Frühjahr ist Eröffnung: Spender, Bürgermeister, Traceure und Mitarbeiter bei der "Baustellen-Besichtigung".
Im Frühjahr ist Eröffnung: Spender, Bürgermeister, Traceure und Mitarbeiter bei der "Baustellen-Besichtigung".  © Stadt Gütersloh

Gütersloh - So langsam nimmt die Idee Gestalt an: Das mögen sich Werner Gehring und seine Ehefrau Martina Schwartz-Gehring gedacht haben, als sie jetzt die Einladung der Stadt Gütersloh zur "Baustellenbesichtigung" der neuen Parkour-Anlage annahmen.

Im Bereich des Freigeländes der Noch-Hauptschule Nord hatte sich eine durchaus beachtliche Gruppe von Menschen zusammengefunden, die alle bereits der Fertigstellung entgegenfiebern: neben aktiven "Traceuren" begrüßten auch Bürgermeister Henning Schulz und Jugend-Dezernent Joachim Martensmeier das Ehepaar Gehring, das mit einer großen Spende aus Anlass des 80. Geburtstags von Werner Gehring den Bau der Parkour-Anlage maßgeblich ermöglicht hatte.

Im Frühjahr 2018 soll es soweit sein: Mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern ist sie die größte in Deutschland und die Anlage mit den meisten Elementen. Denn was ursprünglich auf Mauern, an Hauswänden, Stufen und Rampen in der Stadt begann, findet inzwischen seine Fortführung in Geräten, die diese Umgebung geschickt simulieren.

So steht auch hinter der Anlage im Gütersloher Norden eine klar strukturierte Konzeption, die Elemente aus Stahl, Beton und Holz mit einbezieht, mit Wegen, Räumen, Abständen und verschiedenen Untergründen spielt und auch die natürliche Umgebung zum Teil unendlich vieler Bewegungsvariationen macht. Denn hier ist wahrsten Sinn des Wortes der Weg das Ziel. Folglich sind sieben Bänke auf dem Gelände zwar auch für Auszeiten vorgesehen, sie können aber ebenso als Bewegungselemente genutzt werden.

Die "deutsche Szene" trifft sich wieder im Sommer in Gütersloh zum "Camp". Zuvor wird die Parkour-Anlage aber offiziell eröffnet. Und das Ehepaar Gehring oder auch Güterslohs ehemalige Bürgermeisterin Maria Unger, der die Realisierung einer Parkour-Anlage ebenfalls immer ein Anliegen war, werden sich dann ausführlich anschauen können, was auf der Baustelle noch nicht wahrzunehmen ist:

Dass man für den Parkour-Sport kein muskelbepackter Vollathlet sein muss und dass man tatsächlich lernen kann, sich geschmeidig wie eine Katze über jedes Hindernis hinweg zu bewegen.

Titelfoto: Stadt Gütersloh


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