Mann zieht Online-Kunden über den Tisch: Jetzt bekommt er die Quittung dafür

Gütersloh - Weil er Autoteile über eine Kleinanzeigenbörse anbot, diese verkaufte und anschließend die Waren nicht verschickte, hat das Schöffengericht in Gütersloh einen 27-jährigen Mann wegen elffachen Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren und einem Schadensersatz von 12.350 Euro verurteilt.

Autoteile bot der mann im Internet an. (Symbolbild)
Autoteile bot der mann im Internet an. (Symbolbild)  © 123RF

Gegenüber des Vorsitzenden Richters erklärte der spielsüchtige Gütersloher, dass er ein bis zwei Stunden brauchte, um 1050 Euro, die er durch den Verkauf für einen Sportauspuff erhalten hatte, an einem Automaten zu verzocken.

Der bereits wegen ähnlicher Delikte Vorbestrafte hatte im Herbst 2017 diese Summe kassiert und die Waren nicht versendet. Zuvor hatte er versucht, sich als Autoteilehändler selbstständig zu machen, allerdings war dieser Versuch gescheiterte, weswegen er als Kellner arbeitete und wieder automatensüchtig wurde.

Gegenüber seiner Bewährungshelferin verschwieg der Mann seine Spielsucht. "Er ist sehr bemüht", sagte diese laut der Neuen Westfälischen in ihrer Befragung.

Der Richter sah das hingegen anders und stellte klar, dass der Gütersloher seine Bewährungschance nicht genutzt habe, da er trotz seiner Bekundung eine Therapie machen und den Schaden ersetzen zu wollen, nichts Greifbares in Angriff genommen habe.

Daher setzte er die Strafe auch nicht auf Bewährung aus, sondern steckte den 27-Jährigen für zweieinhalb Jahre in den Knast.

Der Vorsitzende Richter setzte die Strafe nicht zur Bewährung aus. (Symbolbild)
Der Vorsitzende Richter setzte die Strafe nicht zur Bewährung aus. (Symbolbild)  © 123RF

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