"Jahrelanges Martyrium": So schnell kann Sexting zur Falle werden!

Gütersloh - So schnell wie ein sexy Nackt-Foto aufgenommen ist, ist es meistens auch verschickt. Oft sind sie für vertraute Menschen, die neue Liebe, die heiße Eroberung oder den Unbekannten von der Dating App gedacht.

Ein heißes Nackt-Foto sollte man nicht jedem schicken. (Symbolbild)
Ein heißes Nackt-Foto sollte man nicht jedem schicken. (Symbolbild)  © 123RF

Doch genau darin liegt die Gefahr: Gedanken darüber, was der Adressat mit den Bildern anstellen könnte, machen sich die wenigsten.

Die Polizei warnt vor solcher Unbedarftheit: "Immer wieder kommt es in den letzten Monaten zu Fällen, in denen oftmals junge Frauen sich der Polizei anvertrauen, da sie sich gerade deswegen in einer ausweglosen Situation sehen."

Nicht selten kommt es vor, dass der angeblich Vertraute die heißen Schnappschüsse weiterleitet oder damit droht, sie zu veröffentlichen. Die Reue, das Foto verschickt zu haben, kommt meistens noch schneller, als es tatsächlich aufgenommen wurde.

"Derjenige, der Bilder weiterleitet, begeht eine Straftat (§ 184 StGB - Verbreitung pornografischer Schriften) und muss sich einem Ermittlungsverfahren stellen", so ein Sprecher der Polizei Gütersloh.

"Das gilt für jeden (!), der danach die Bilder weiter teilt, also beispielsweise auch Schulkameraden, Bekannte oder völlig Fremde, die sich einen Spaß daraus machen, die pornografischen Bilder per Handy o. ä. weiterzuleiten."

Das setzt allerdings voraus, dass sich die Opfer an die Polizei wenden. Oft fehlt es den Betroffenen an Mut, weil es ihnen peinlich ist, dass sie sich zum Sexting haben hinreißen lassen. Bekommen sie keine Hilfe, "folgt oft ein jahrelanges Martyrium".

"Viele Geschädigte flüchten sich in die Einsamkeit, schotten sich ab und versuchen so der Scham zu entgehen. Manche erfüllen die Forderungen des Täters und geraten in eine Spirale der Abhängigkeit und Nötigung."

Doch es sind nicht nur Jugendliche oder junge Erwachsene, die zum Opfer werden! Immer häufiger fallen auch ältere auf die schnellen K(l)icks herein.

Die Polizei rät deshalb: Überlegt genau, wer was von Euch sehen darf und wem Ihr Bilder von Euch zuschickt.

Titelfoto: 123RF


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