Zu gefährlich: Diese Absperrung soll Fußgänger vor Stürzen bewahren

Am Ende des Wasserlaufs sind Stufen, die für so manch einen zur Stolperfalle wurden.
Am Ende des Wasserlaufs sind Stufen, die für so manch einen zur Stolperfalle wurden.

Gütersloh - Stolz verkündete die Stadt Gütersloh im Frühjahr 2015, dass das Wasserband mit kleinem Springbrunnen auf dem Berliner Platz endlich fertig sei.

Für 250.000 Euro setzte man beides auf den Platz. Zahlreiche Besucher kamen, um sich von dem neuen Vorzeigestück in der Innenstadt zu überzeugen.

Und die Resonanz war gut: Eigentlich gefällt das Bauwerk den Güterslohern. Doch die Freude darüber währte nicht lange. Denn schon bald wurden Wasserlauf und Stufen für so manchen zur Stolperfalle. Das Problem: Obwohl der Wasserlauf ebenerdig beginnt, ist er leicht abschüssig und geht am Ende in ein paar Stufen über.

Nicht selten endete ein Spaziergang entlang des Wasserbandes deshalb mit Knochenbrüchen. Mehrere Opfer, darunter eine Frau, die sich beim Sturz am Handgelenk verletzte und einen Dauerschaden davontrug, zogen vor Gericht. Und das hat Wirkung gezeigt.

Ein nicht ganz so schöner Bauzaun soll jetzt erst mal Stürze verhindern.
Ein nicht ganz so schöner Bauzaun soll jetzt erst mal Stürze verhindern.

Seit Mitte November steht um den Wasserlauf nämlich ein nicht ganz so schöner Bauzaun, damit niemand mehr stolpern kann.

Außerdem wurden die Granit-Stufen mit Rillen markiert, die darauf aufmerksam machen sollen, dass es an der Stelle abwärts geht. Der ganze Spaß kostete schlappe 10.000 Euro.

"Eins steht fest: Dass die gesamte Stufenanlage baurechtlich komplett überplant werden muss", sagt Rechtsanwalt Martin Rother, der mehrere Sturz-Opfer vertritt, gegenüber dem NDR-Satiremagazin extra 3.

Mit den Kosten, die Wasserlauf, Brunnen und Stufen verschlungen, sind die Gütersloher übrigens nicht ganz so einverstanden. "Das ist Verschwendung für mich. Da kann ich mir ein ganzes Haus für bauen", sagt beispielsweise einer ungläubig.

"Gütersloh versucht irgendwie mal was Schönes zu machen und schon geht es in die Hose", urteilt ein anderer über die provisorische Absperrung, die durch die Stolperfalle jetzt verursacht wurde.

In diesem Video seht Ihr den Verlauf des Wasserbandes:


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