Security-Dienst engagiert: Asylbewerber sorgt immer wieder für Angst und Schrecken im Rathaus

Gütersloh - Seit einigen Wochen versetzt ein 26-jähriger Asylbewerber die Mitarbeiter des Rathauses von Steinhagen in Angst und Schrecken. Nun hat die Gemeindeverwaltung einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen und auch einen privaten Sicherheitsdienst engagiert, um die Mitarbeiter zu schützen.

Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser sucht fieberhaft nach einer Lösung des Problems.
Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser sucht fieberhaft nach einer Lösung des Problems.

"Sobald ein Mitarbeiter den Mann kommen sieht, schließen wir das Rathaus", erklärte Bürgermeister Klaus Besser eine Maßnahme gegenüber der Neuen Westfälischen.

Trotz der Sicherheitsvorkehrungen sei es zuletzt zu einer gefährlichen Situation gekommen. Der Mann sei trotz eines verhängten Hausverbotes ins Gebäude gelangt und habe dort Mitarbeiter beleidigt und mit dem Tod bedroht.

Daraufhin wurde ein Sicherheitsdienst angeheuert, der nun den Haupteingang bewacht. Während der Öffnungszeiten ist dies der einzige Zugang zum Gebäude, da alle anderen Eingänge inzwischen verschlossen wurden.

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Der 26-Jährige, der Anspruch auf Asylbewerberleistungen hat, war beim letzten Mal ausgerastet, weil er sein Geld nicht mehr als Scheck ausgehändigt bekam, sondern ihm das Geld auf ein Konto überwiesen wurde.

Ein privates Sicherheitsdienst schützt derzeit das Rathaus. (Symbolbild)
Ein privates Sicherheitsdienst schützt derzeit das Rathaus. (Symbolbild)  © DPA

Eine Abschiebung des Mannes, der 2014 nach Deutschland einreiste, ein geduldetes Aufenthaltsrecht hat und in einer gemeindeeigenen Unterkunft lebt, war bisher nicht möglich, da seine Nationalität noch ungeklärt ist.

Zuletzt hatte die Polizei den Mann für einen Tag in Gewahrsam genommen, was aber auf keine Lösung ist.

"Man kann ihn nicht dauerhaft einsperren", erläuterte Bürgermeister Besser die schwierige Situation. Daher arbeiten die Polizei, das Amtsgericht und die Ausländerbehörde fieberhaft an einer langfristigen Lösung des Problems.

Demnächst muss sich der 26-Jährige aber erst einmal wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung vor Gericht verantworten.

Titelfoto: DPA

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