YouTube-Star dreht erfolgreich Videos mit seinem Opa

Gütersloh - Mit seinem 72-jährigen Opa dreht der YouTuber Saint Moré seit mittlerweile einem Jahr immer mal Videos. Dabei ist der Rentner kein Freund der sozialen Medien. Trotzdem reizt es den Gütersloher, was sein Enkel da macht und ist daher mit von der Partie.

Zusammen mit seinem Opa Klaus steht der YouTuber Moritz Richter ab und an vor der Kamera.
Zusammen mit seinem Opa Klaus steht der YouTuber Moritz Richter ab und an vor der Kamera.

Moritz Richter, wie sein Enkel mit gebürtigen Namen heißt, ist 22 Jahre alt und hat mehr als 71.000 Follower auf seinem Kanal. Er hat sich auf Men's Fashion spezialisiert und ist damit sehr erfolgreich.

Stetig präsentiert er Mode und bewertet sie vor laufender Kamera. Immer mal wieder mit dabei: sein Opa. Moritz selbst ist sehr modeinteressiert. "Das teuerste Kleidungsstück das ich zuhause habe, ist ein Paar Schuhe: Der Margiela Future High!", sagt er in der Neuen Westfälischen. 640 Euro hat der 22-Jährige dafür auf den Tisch gelegt.

Auch zum Thema Schuhe hat er schon Videos gedreht. Bei vier von ihnen stand auch sein Opa Klaus vor der Kamera. Moritz zeigte ihm in diesem Schuhmodelle und ließ ihn dann schätzen, was die Sneakers kosten.

"Das ist alles spontan. Ich reagiere einfach. Wir machen das ja nur alle paar Monate und das macht mir Spaß", freut sich Klaus Schröder.

Klaus Schröder findet das Hobby seines Enkels toll.
Klaus Schröder findet das Hobby seines Enkels toll.  © Andreas Frücht

Inzwischen ist "Opa Moré", wie er auf YouTube genannt wird, eine kleine Berühmtheit. Viele Gütersloher Fans erkennen ihn auf der Straße. "In der Nachbarschaft wohnen unter anderem ein Mädchen und ein Junge, 15 und 16 Jahre alt, die freuen sich immer und grüßen."

Auch der 22-Jährige selbst wird oft in der Stadt erkannt. Allerdings bleiben die Fans nicht stehen, sondern schreiben ihm erst hinterher an, was er schade findet. "Wenn mich jemand erkennt, dann sprecht mich gerne an. Ich freue mich immer mit meinen Zuschauern ins Gespräch zu kommen", erklärte er.

Auch in Zukunft will er sich mit Mode beschäftigen. Daher ist die Bewerbung für einen Studienplatz an der FH in Bielefeld schon raus. "Ab dem Wintersemester studiere ich dann hoffentlich Modedesign bzw. Gestaltung mit dem Schwerpunkt Modedesign."

Den Studiengang Wirtschaftsrecht brach er hingegen im dritten Semester ab.

Titelfoto: Andreas Frücht