Er brachte VfB-Legende Buchwald zum Rücktritt

Stuttgart - Nach dem Rücktritt des VfB-Stuttgart-Aufsichtsrat Guido Buchwald am Montag ist nun wohl bekannt, was dahinter steckte. (TAG24 berichtete)

Sitzt im VfB-Aufsichtsrat: Daimler Vorstandsmitglied Wilfried Porth.
Sitzt im VfB-Aufsichtsrat: Daimler Vorstandsmitglied Wilfried Porth.  © DPA

Wie TAG24 berichtete, war der Auslöser für Buchwalds Rücktritt ein Streitgespräch mit einem Aufsichtsrat-Kollegen nach der Begegnung gegen den SC Freiburg. (TAG24 berichtete)

Wie die Bild am Mittwoch berichtet, handle es sich dabei um Daimler Vorstandsmitglied Wilfried Porth, der Buchwald in der VIP-Lounge verbal attackiert haben soll.

Buchwald und Porth sollen im Anschluss an die Partie gegen den SC Freiburg die Fußball-Talkshow "Sky90" zusammen gesehen haben, als Port austickte.

Grund dafür waren die Aussagen des ehemaligen VfB-Spielers Thomas Berthold, der bei Sky über die Führungsriege der Stuttgarter ablästerte: "Wir sollten die Struktur des Vereins thematisieren. Herr Reschke und Herr Dietrich verantworten den Sport - und sonst keiner. Da kann ich nur sagen: Das langt nicht, das ist zu wenig Fußball-Kompetenz!"

Im Anschluss fragte Sky-Moderator Patrick Wasserzieher nach, was denn mit Buchwald sei, der ja im Aufsichtsrat sitze und schließlich sportliche Kompetenz habe.

Zwei VfB-Legenden: Jürgen Klinsmann (l.) und Guido Buchwald (r.).
Zwei VfB-Legenden: Jürgen Klinsmann (l.) und Guido Buchwald (r.).  © DPA

Berthold entgegnete: "Frag doch mal den Guido, ob er bei Personalentscheidungen gefragt wird. Ich glaube, er erfährt das aus der Zeitung."

Außerdem schob Berthold noch nach, dass er diese Information aus persönlichen Gesprächen mit Buchwald habe.

Als Porth die Worte von Berthold bei Sky vernahm, soll es zum Eklat in der VfB-VIP-Lounge gekommen sein. So soll der das Daimler-Vorstandsmitglied Buchwald für die dramatische sportliche Situation beim VfB verantwortlich gemacht haben.

Ein absurder Vorwurf, da der Aufsichtsrat nicht die Verantwortung fürs Sportliche trägt, sondern Sportvorstand Michael Reschke und Präsident Wolfgang Dietrich.

Im Zuge dieses heftigen Vorwurfs trat Buchwald nach einer "Nacht ohne Schlaf" zurück.

Was bleibt: Die Diskussion um die fehlende sportliche Kompetenz beim VfB Stuttgart. (TAG24 berichtete)

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