Guinness Buch der Rekorde verweigert Eintrag für Krankenschwester: Der Grund macht sprachlos

London - Jessica Anderson rannte jetzt beim Londoner Marathon mit und stellte sogar einen neuen Rekord auf. Denn mit einer Zeit von drei Stunden, acht Minuten und 22 Sekunden ist sie die schnellste Frau in einem Krankenschwester-Kostüm. Doch die Verantwortlichen des Guinness Buch der Rekorde wollten diesen Rekord nicht anerkennen - der Grund ist unglaublich.

Jessica läuft gerne mit. Links in New York und rechts beim Londoner Marathon.
Jessica läuft gerne mit. Links in New York und rechts beim Londoner Marathon.  © Screenshot/Instagram/janderzzz

Im Guinness Buch der Rekorde stehen die absurdesten Sachen drinnen. Und tatsächlich gibt es auch die Kategorie: schnellste Frau während eines Marathons in einem Krankenschwester-Outfit.

Und genau diesen Rekord brach die Britin Jessica Anderson jetzt. Eigentlich. Denn anerkannt wurde der Titel zunächst nicht.

"Sie haben gesagt, das es ein weißes oder blaues Kleid, eine Schürze und eine weiße Haube sein muss oder der Rekord würde nicht zählen", so Anderson. Doch genau das wollte sie nicht. Sie lief tatsächlich in ihrer richtigen Arbeitskleidung: einer blauen langen Hose und einem blauen kurzärmligen Oberteil.

Die Begründung machte sie sauer. Denn das gewünschte Outfit sei vielleicht typisch für Filme, nicht aber im realen Leben.

Auf Instagram schrieb sie dazu: "@guinnessworldrecords, so schaut die schnellste Frau bei einem Marathon in einem Krankenschwester-Outfit WIRKLICH aus."

Tausende Teilnehmer starteten am 28. April beim Londoner Marathon.
Tausende Teilnehmer starteten am 28. April beim Londoner Marathon.  © Paul Harding/PA Wire/dpa

Die Begründung der Organisation sorgte bei vielen anderen Krankenschwestern für Entsetzen. In den sozialen Netzwerken posteten daraufhin dutzende Kollegen weltweit ihre Arbeitskleidung unter dem Hashtag #WhatNursesWear (zu deutsch: Was Krankenschwestern tragen).

Am Dienstag ruderte das Guinness Buch der Rekorde dann schließlich zurück. Samantha Fay, Senior-Vizepräsidentin, schrieb, dass "unsere Richtlinien [...] altmodisch, unkorrekt und einem Klischee entsprochen haben, welches wir so nicht weiter aufrechterhalten wollen."

Jessica Anderson, die sogar noch für einen guten Zweck lief, bekommt nun doch ihre Auszeichnung und steht künftig also doch im Guinness Buch der Rekorde. Und die Freude bei der Krankenschwester ist nun umso größer. Sie schrieb auf Instagram: "Während die Uniformen variieren, eine Sache, die sie gemeinsam haben, ist, dass sie für Frauen UND Männer designed wurden, die sich um alle Leute auf der ganzen Welt kümmern."

Am Ende bedankte sie sich noch bei allen Kollegen, Freunden und Familie für die Unterstützung.


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