Tödliche Bali-Schlägerei: Dieses Gefängnis droht dem 21-Jährigen

Ein Wärter schließt das Tor zum Kerobokan Gefängnis auf Bali.
Ein Wärter schließt das Tor zum Kerobokan Gefängnis auf Bali.

Jakarta/Gütersloh - Am Samstag verstarb ein Indonesier auf der Urlauberinsel Bali, nachdem er sich mit einem 21-jährigen Tourist aus Gütersloh geprügelt hatte (TAG24 berichtete). Dabei soll der Westfale seinen Kontrahenten geschlagen haben, bis dieser bewusstlos auf dem Boden liegenblieb.

In indonesischen Zeitungsberichten heißt es, dass dem 21-Jährigen jetzt fünf bis sieben Jahre Haft drohen. Ein Bekannter der Familie sagte der Neuen Westfälischen, dass der junge Mann mit drei Freunden am Ende eines Urlaubs noch nach Bali wollten.

Mittlerweile seien seine Eltern auch in den Urlaubsort geflogen. Die deutsche Botschaft hat sich ebenfalls eingeschaltet: "Unsere Botschaft in Jakarta betreut den Betroffenen konsularisch", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

Inwiefern die Botschaft allerdings eingreifen kann, ist fraglich. "Das wird sicher auf eine lange Haftstrafe hinauslaufen. Die Strafen dort sind sehr hart", sagte ein Bielefelder, der lange auf Bali gelebt hat, gegenüber der Zeitung. "Ausländer ziehen immer den Kürzeren. Auf der Insel geht es nur um Geld."

Der 21-Jährige würde demnach im Gefängnis Kerobokan untergebracht werden, in dem überfüllte Zellen, Schmutz und fehlende Privatsphäre auf der Tagesordnung stehen.


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