Hättet Ihr diesen GZSZ-Star erkannt?

Berlin - Wie süß! Der gerade ausgestiegene GZSZ-Star Lea Marlen Woitack verzückt ihre Fans mit einem niedlichen Foto aus Kindertagen - und hat gleichzeitig eine wichtige Message an ihre Fans.

Lea Marlen Woitack (31) verzückt ihre Fans mit einem süßen Kinderfoto.
Lea Marlen Woitack (31) verzückt ihre Fans mit einem süßen Kinderfoto.  © MG RTL D / Sebastian Geyer, Instagram/leawoitack.o

"Im Kindergarten galten für alle die gleichen Regeln", beginnt die 31-Jährige ihren Post. "Manchmal hab ich versucht den anderen Kindern zu sagen, dass meiner Mama der Kindergarten gehört und ich deswegen alles darf. Stimmte nicht, wurde schnell entlarvt."

Mit solchen Ideen war und ist sie aber längst keine Ausnahme: "Es gibt Leute, die erfinden komische Ausnahmeregelungen um merkwürdige Dinge zu begründen. Nice try. Es ist immernoch wie damals im Kindergarten: Wenn es Regeln gibt, dann gelten die für jeden. Vor dem Gesetz sind alle gleich."

Die dazugestellten Hashtags #equalpayday #grundgesetz #artikel3 machen deutlich, worauf die Schauspielerin anspielt.

Darum ging's beim Equal Pay Day am Montag:

21 Prozent. So groß ist der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Das hat am Montag an vielen Orten zu Diskussionen über Gleichberechtigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz und darüber hinaus geführt. Am sogenannten Equal Pay Day haben Vertreter aus Forschung, Politik und Zivilgesellschaft deutschlandweit zu mehr Engagement gegen Diskriminierung aufgerufen.

Zum Beispiel die Bundesministerin für Frauen, Familie, Senioren und Jugend Franziska Giffey (SPD) in einer Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Die Ministerin machte sich für eine Reihe von Änderungen stark, unter anderem ein erweitertes Entgelttransparenz-Gesetz, das auch für kleine Unternehmen gelten soll.

Franziska Giffey (SPD) spricht bei einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Sozialverbands Deutschland und des Deutschen Frauenrates zum "Equal Pay Day".
Franziska Giffey (SPD) spricht bei einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Sozialverbands Deutschland und des Deutschen Frauenrates zum "Equal Pay Day".  © DPA

Das Gesetz ist seit 2018 in Kraft und gibt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Unternehmen mit über 200 Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, Auskunft über die Höhe der Gehälter im Betrieb zu erhalten. Das Gesetz solle im Sommer ausgewertet werden, sagte Giffey.

Ein weiterer Vorschlag Giffeys: Flächentarife und die Aufwertung der sozialen Berufe. Schließlich würden die Berufe zu 80 Prozent von Frauen ausgeführt. Quoten versprächen zudem Erfolg. Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" habe das unterstrichen. Mittlerweile seien 31 Prozent der Aufsichtsräte mit Frauen besetzt. In den quotenfreien Chefetagen sehe das noch ganz anders aus, sagte die Ministerin. Unterstützung bekam Giffey von Facebook-Managerin Sheryl Sandberg, die sich im Interview des "Handelsblatts" ebenfalls offen für Quoten zeigte.

Mit weniger Druck auf Unternehmen will hingegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Ziel der gleichberechtigten Bezahlung zwischen Männern und Frauen gelangen. Trotzdem sei es die große Aufgabe "unserer Generation", Gleichberechtigung zu erreichen. Dem schob der Minister im "Handelsblatt"-Interview ein Bekenntnis hinterher: "Ich bin ein Feminist".

Dass die Wende nicht automatisch kommt, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes: 2018 hatten Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger auf dem Gehaltszettel als Männer. 2017 auch. Der Wert stagniert. Gehe es in dem Tempo weiter, werde man irgendwann im 22. Jahrhundert die Lohngleichheit erreichen, stellte Giffey fest.

Die Lücke in der Bezahlung ergibt sich, weil Frauen oft in Teilzeit oder Minijobs und seltener in Führungspositionen arbeiten. Doch auch wenn man die Unterschiede herausrechnet bleibt ein ungleiches Bild: Bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit beträgt die Gehaltslücke sechs Prozent.

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