Hacker fordern Lösegeld! Cyberangriff auf Messe Stuttgart

Stuttgart - Auf die Messe in Stuttgart ist ein gezielter Cyberangriff verübt worden. Eine entsprechende Mitteilung kam am Dienstag per Fax.

Hacker haben offenbar die Messe Stuttgart angegriffen. (Symbolbild)
Hacker haben offenbar die Messe Stuttgart angegriffen. (Symbolbild)

Auch auf der Homepage der Messe wurde der Vorfall bekanntgemacht: "Die Messe Stuttgart ist unverschuldet Opfer eines gezielten Cyberangriffs geworden. Teile der Kommunikationsnetze der Messe sind deshalb aktuell gestört bzw. wurden aus Sicherheitsgründen zum Teil deaktiviert." Zuvor hatten die "Stuttgarter Nachrichten" in ihrer Online-Ausgabe berichtet.

In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg sowie der Kriminalpolizei Esslingen wurden nach Angaben eines Messesprechers umfangreiche Maßnahmen zur Strafverfolgung eingeleitet. Aufgefallen war die Störung, weil es Probleme mit den Mails gab.

Zuletzt waren mehrere Unternehmen in Baden-Württemberg Opfer einer Hacker-Attacke geworden. Der Landesdatenschützer Stefan Brink ging im April von einer hohen zweistelligen Zahl aus. Zunächst war nur ein Angriff auf das IT-System der Staatstheater Stuttgart bekannt geworden. Die Störung dauerte fünf Tage, blockiert waren der Online-Ticketverkauf sowie die Kommunikation per E-Mail.

Brink zufolge sind die betroffenen Firmen alle Kunden eines großen IT-Dienstleisters mit Sitz in Baden-Württemberg. Die Hacker nutzten offenbar ein Fernwartungstool des Dienstleisters aus und forderten von ihren Opfern ein Lösegeld.

Die ersten Angriffe sollen laut Brink bereits Ende Februar, Anfang März erfolgt sein. Erste Meldungen gingen bei seiner Stelle aber erst Ende März ein.

Kommunikationsnetz weiterhin nicht vollständig funktionsfähig

Update 4. September, 9.58 Uhr: Auch zwei Tage nach Beginn eines gezielten Cyberangriffs sind Teile des Kommunikationsnetzes der Messe Stuttgart betroffen. "Unsere Experten sind dran, derzeit können wir aber nur Telefon und Faxgeräte nutzen", sagte ein Sprecher der Messe am Mittwochmorgen.

Die E-Mail-Kommunikation sei entweder angegriffen oder aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet. "Wir können nicht sagen, wann die Systeme wieder funktionieren werden", sagte der Sprecher. Der Angriff sei am Montagabend bekannt geworden.

Ein Schild weist auf die Messe hin.
Ein Schild weist auf die Messe hin.  © Marijan Murat/dpa

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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