Nach Hackerangriff: BKA macht ersten Tatverdächtigen dingfest

Hessen - Nach dem großen Diebstahl von teils sehr persönlichen Daten von Prominenten und Politikern, soll das BKA bereits am Sonntag (6. Januar) einen 20-jährigen Tatverdächtigen in Hessen festgenommen haben.

Das BKA soll bereits am Sonntag einen 20-Jährigen festgenommen haben (Symbolbild).
Das BKA soll bereits am Sonntag einen 20-Jährigen festgenommen haben (Symbolbild).  © 123RF

Das meldete die ARD-Sendung Kontraste auf ihrem Twitter-Account. Der nach dem Online-Angriff auf Politiker und Prominente vorläufig festgenommene 20-Jährige aus Mittelhessen ist in vollem Umfang geständig.

Update 9.32 Uhr: Wie das BKA am Dienstag weiter informiert, habe man in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Sonntag die Wohnung des 20-jährigen Schülers durchsucht.

Die dort aufgefundenen Beweise und das Geständnis des jungen Mannes führten schließlich zur Festnahme.

Eine öffentliche Stellungnahme werden der Sprecher der ZIT der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, und die Leiterin der Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt, Dr. Sabine Vogt, in Wiesbaden abgeben.

Der Pressetermin findet in den Räumlichkeiten des BKA in Wiesbaden ab 12 Uhr statt.

Update 9.40 Uhr: Datenklau von Politikern und Prominenten in massivem Umfang

Rund 1000 Politiker, Prominente und Journalisten sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums von dem Online-Angriff betroffen. Etwa 50 Fälle seien schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht worden wurden.

BKA-Beamte hatten außerdem am Sonntag die Wohnung eines Zeugen in Heilbronn durchsucht. Auch weitere Zeugen wurden vernommen.

Ein bislang Unbekannter hatte über das inzwischen gesperrte Twitter-Konto "@_0rbit" im Dezember zahlreiche persönliche Daten von Politikern und Prominenten als eine Art Adventskalender veröffentlicht.

Manche Informationen hatte er auch schon früher ins Netz gestellt. Das wurde allerdings erst in der Nacht zu Freitag öffentlich - und somit auch vielen Betroffenen - bekannt.

Die Bundesregierung will aus dem Fall Konsequenzen ziehen und die Cyber-Sicherheit verbessern. Dazu soll in den nächsten Monaten unter anderem ein "Cyber-Abwehrzentrum plus" geschaffen werden.

Titelfoto: 123RF


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