Häftling bekommt für Karneval Ausgang und begeht eine Straftat nach der anderen

Wels (Österreich) - Ein Häftling hatte großes Glück und bekam das gesamte Karnevals-Wochenende Ausgang. Jedoch missbrauchte er das ihm entgegengebrachte Vertrauen gar sehr...

Verkehrskontrollen finden an Karneval vielerorts verstärkt statt (Symbolbild).
Verkehrskontrollen finden an Karneval vielerorts verstärkt statt (Symbolbild).  © dpa/Patrick Seeger

Ein 44-jähriger Italiener bekam über das vergangene Wochenende Ausgang von seiner Haftstrafe genehmigt. Er durfte die Justizanstalt Wels in Oberösterreich verlassen und das Karnevalsgeschehen voll und ganz genießen.

Das tat er auch, wie die Polizei am Montagnachmittag berichtete. Jedoch genoss er seinen Ausflug etwas zu sehr!

So soll der Häftling zuerst mit einem Auto gut 40 Kilometer nach Kirchdorf gefahren, jedoch ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein.

Dort feierte der Mann scheinbar sehr ausgelassen, fuhr aber dennoch selbst mit dem Auto zurück. Als ihn Polizeibeamte für eine Verkehrskontrolle stoppen wollten, gab er Gas und fuhr fast einen Polizisten an.

Dem Italiener gelang es sogar, zu flüchten, ohne gefasst zu werden. Doch er fuhr dummerweise zu seiner Wohnanschrift und wollte dort in Ruhe ausnüchtern.

Als Beamte eintrafen, öffnete er die Türe und pustete in einen Alkoholtester. Dieser Schnelltest ergab stattliche 1,96 Promille!

Sein Gefängnis-Ausgang wurde sofort widerrufen. Der Mann wurde deshalb direkt in das Gefängnis zurückgebracht.

Nun muss sich der Italiener wegen Verwaltungsübertretungen und Widerstandes gegen die Staatsgewalt verantworten. Seine Haft wird womöglich verlängert.

Noch am selben Tag fand sich der Häftling in seiner Zelle im Gefängnis Wels wieder (Archivbild).
Noch am selben Tag fand sich der Häftling in seiner Zelle im Gefängnis Wels wieder (Archivbild).  © 123rf/ginasanders

Titelfoto: dpa/Patrick Seeger


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