Häftling soll Auftragsmord an Ehefrau von Knast aus geplant haben

Vom Knast aus soll der Angeklagte den Mord an seiner Frau geplant haben. (Symbolbild)
Vom Knast aus soll der Angeklagte den Mord an seiner Frau geplant haben. (Symbolbild)  © DPA

Detmold/Bad Salzuflen - Weil er seiner Frau aus Eifersucht Ende März 2014 in Bad Salzuflen auflauerte und dann versuchte, sie mit einer Eisenstange, einem Fleischerbeil und einer Mistgabel zu ermorden, wanderte ein Bielefelder nur wenig später in den Knast nach Detmold.

Doch auch das hielt ihn anscheinend nicht davon ab, weiter an den Plänen, seine Frau umzubringen, festzuhalten! Denn noch aus dem Knast heraus wollte Jörg K. den Mord an seiner Ehefrau angeblich beauftragen.

Das sagt zumindest ein Mithäftling und belastete den 52-Jährigen damit schwer. Ihn soll der Bielefelder gedrängt haben, ihm einen Auftragsmörder zu vermitteln. Doch der Mitinsasse spielte das Spiel nicht mit.

"Mein Mandant bestreitet, dass er die Absicht hatte, seine Ex-Frau töten zu lassen", behauptet wiederum K.s Anwalt Torsten Giesecke gegenüber dem Westfalen-Blatt. Ist alles am Ende also nichts weiter als eine perfide Intrige?

Seit 2014 sitzt Jörg K. in der JVA Detmold.
Seit 2014 sitzt Jörg K. in der JVA Detmold.  © DPA

Für Staatsanwalt Christopher Imig ist die Sache glasklar: Er hat genug belastendes Beweismaterial in der Hand, um die Anstiftung zum Mord zur Anklage zu bringen.

Denn dem Landgericht Detmold, vor dem sich K. bald verantworten muss, liegen unter anderem auch Lageskizzen vor, die der Angeklagte extra für den Killer angefertigt haben soll. Darauf zeichnete er unter anderem Bewegungsmelder am Haus seiner Ex-Frau ein.

Schon bevor der Bielefelder der Krankenschwester auflauerte, soll er versucht haben, ihr das Genick zu brechen. Dafür bekam er eine Bewährungsstrafe.

Ein Fehler, wie sich herausstellte! Denn nur einige Monate später versuchte er erneut, sie umzubringen. Damals hielt ihn nur der 17-jährige Sohn davon ab, seine Tat zu vollenden.

Neben einer weiteren Haftstrafe droht ihm jetzt auch die anschließende Sicherungsverwahrung, sollte Jörg K. für den geplanten Auftragsmord, der laut Gesetz wie ein versuchter Mord behandelt wird, verurteilt werden.

Titelfoto: DPA


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