Härtester Tag für Präsident Trump? Melania zieht ins Weiße Haus, ohne ihn anzusehen

Melania und Donald Trump am 11.6.2017 in Washington. Ihre Tasche wollte Melania ganz offensichtlich selbst tragen.
Melania und Donald Trump am 11.6.2017 in Washington. Ihre Tasche wollte Melania ganz offensichtlich selbst tragen.  © DPA

Washington - Sie würdigt ihn keines Blickes, will sofort ihre Tasche selbst tragen. Mit versteinerter Miene empfängt Präsident Trump (70) Ehefrau Melania (47) im Weißen Haus, wo sie seit Sonntag wohnt. Händchen halten um jeden Preis?

Bei diesen finsteren Blicken bringt das auch nichts mehr. Aber Präsident Trump hat so viele Probleme, da kommt es auf eines mehr oder weniger vermutlich auch nicht mehr an.

Da wäre zum Beispiel sein Justizmininster Jeff Sessions, der am Dienstag sein Amt verlieren könnte. Trumps geplantes Einreiseverbot für Menschen aus sechs überwiegend islamischen Ländern fällt erneut bei einem Gericht durch und nicht zu vergessen: Es erheben zwei Generalstaatsanwälte Anklage gegen den Präsidenten.

Es wird immer enger für Trump, die Niederlagen und Angriffe von allen Seiten kommen schneller und heftiger. Wie die Huffington Post berichtet, sagt sein US-Justizminister Jeff Sessions am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus. Es geht erneut um die Russlandäffare. Sollte Sessions dort bestätigen, dass er Trump den Rücktritt angeboten hatte, wäre er für den Präsidenten nicht mehr zu halten.

Jeff Sessions am 12.6.2017  im Konferenzraum des Kabinetts im Weißen Haus in Washington.
Jeff Sessions am 12.6.2017 im Konferenzraum des Kabinetts im Weißen Haus in Washington.

Derweil berichtet der Spiegel, dass Trump schon wieder damit gescheitert ist, sein Einreiseverbot für Muslime durchzubekommen.

Diesmal erklärten die Richter am 9. Berufungsgericht in San Francisco die Entscheidung der Regierung für illegal. Im Kern war die Begründung dieselbe wie immer: Der Einreisestopp könnte diskriminierend gegenüber Muslimen sein.

Und dann sind da noch die zwei Generalstaatsanwälte des Bundesstaates Maryland und der Hauptstadt Washington D.C., die US-Präsident Trump vor Gericht bringen wollen. Als Grund nennen sie mehrere Verstöße Trumps gegen eine Reihe von Antikorruptionsvorschriften aus der Verfassung, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Im Klartext: Es geht um die Unterbringung von Staatsgästen in Trump-Hotels und Zahlungen sowie Geschenke von ausländischen Regierungen. Hierbei stellt sich die Frage, ob Trump weiterhin in die Geschäfte seines Unternehmens involviert ist.

Viele Ehemänner wären vermutlich froh, wenn sie ihre Frau in diesen Zeiten bei sich hätten. Doch der Präsident scheint sich mit der First Lady nur ein weiteres Problem ins Weiße Haus geholt zu haben. Dennoch versucht Melania mittels Twitter Harmonie zu verbreiten und postete dort nach ihrem Einzug ein Foto mit den Worten: "Ich freue mich auf all die Erinnerungen, die wir in unserem neuen Zuhause machen werden. #Umzug".

Melania blickt gerne in alle Richtungen. Selten sieht man sie jedoch ihren Mann ansehen.
Melania blickt gerne in alle Richtungen. Selten sieht man sie jedoch ihren Mann ansehen.  © DPA

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0