Hässlicher Trend: Hessen sagt "Schottergärten" den Kampf an

Wiesbaden - Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat an die Kommunen appelliert, mehr gegen umweltfeindliche Schottergärten zu unternehmen.

Immer mehr Menschen ziehen einen Schottergarten einem grünen Garten vor.
Immer mehr Menschen ziehen einen Schottergarten einem grünen Garten vor.  © Montage: dpa

Insbesondere in Neubaugebieten habe dieser Trend mittlerweile besorgniserregende Dimensionen angenommen, schreibt sie in einem Brief an die Spitzenverbände.

Mit Blick auf den Klimawandel und mehr Unwetter komme es auf jeden Quadratmeter unversiegelten und begrünten Boden an.

"Schotter- und Kieselsteingärten oder reine Rasenflächen bieten Insekten keinerlei Nahrung. Wir brauchen aber dringend Nahrung und Lebensraum für Insekten, sonst sind die Lebensgrundlagen für uns alle in Gefahr", sagte die Ministerin.

Hinz erinnerte an die Vorgaben der Bauordnung, ungenutzte Freiflächen wasserdurchlässig zu halten und zu begrünen.

Zwar stelle nicht jede Gestaltung eines Ziergartens mit Steinen einen Verstoß dar, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit.

Priska Hinz will "weitergehende Schritte überlegen"

Sofern aber ein Verstoß festgestellt werde, könnten die Behörden dagegen vorgehen. Kommunen hätten auch die Möglichkeit, in den Bebauungs-Plänen und Satzungen Schottergärten einen Riegel vorzuschieben.

Das Ministerium setzt nach eigenen Angaben bislang durch Information und Dialog auf die Aufklärung der Bevölkerung.

"Wir hoffen, mit dieser Überzeugungsarbeit den Trend zu immer mehr Schottergärten stoppen zu können. Sollte es trotzdem immer grauer in den Vorgärten werden, werden wir weitergehende Schritte überlegen", sagte Hinz.

Wenn die Überzeugungsarbeit nichts bezwecke, zieht Hessens Umweltministerin weitergehende Schritte in Erwägung.
Wenn die Überzeugungsarbeit nichts bezwecke, zieht Hessens Umweltministerin weitergehende Schritte in Erwägung.  © DPA

Titelfoto: Montage: dpa


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