Das ist der Plan für die neue Leipziger Vorstadt

Am Montag wurde der "Masterplan Leipziger Vorstadt" präsentiert.
Am Montag wurde der "Masterplan Leipziger Vorstadt" präsentiert.

Von Dirk Hein

Dresden - Wie weiter mit dem Areal rund um die Hafencity, Marina Garden und Globus? Die Stadt stellte am Montag dazu ihren „Masterplan Leipziger Vorstadt“ vor.

Die wichtigste Aussage: Es kann gebaut werden. „Ein Hochwasser-Gebietsschutz ist technisch machbar und absehbar wirtschaftlich“, sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (50, Grüne).

Die Stadt sieht sich durch neue Zahlen des Freistaates vor allem darin bestätigt, dass bei einem Jahrhundert-Hochwasser deutlich mehr Flächen überschwemmt werden als bisher gedacht. Schadenspotenziale weit über 30 Millionen Euro rechtfertigten einen Hochwasserschutz.

Stellten den neuen Plan vor: Eva Jähnigen (BM Umwelt), Jens-Olaf Seifert (Umweltamt), Stefan Szuggat (Stadtplanungsamt), Anja Heckmann (Stadtplanung Innenstadt, v.r.n.l.).
Stellten den neuen Plan vor: Eva Jähnigen (BM Umwelt), Jens-Olaf Seifert (Umweltamt), Stefan Szuggat (Stadtplanungsamt), Anja Heckmann (Stadtplanung Innenstadt, v.r.n.l.).

Wie der aussieht, wird vom Land entschieden. Denkbar sind Warften (aufgeschüttete Siedlungshügel wie auf Halligen), Wälle mit mobilen Mauern und reine Hochwasserschutzmauern.

Für den Bereich der Hafencity sind die Pläne konkreter: Der Bereich könnte künstlich aufgeschüttet werden. Im Gegenzug müsste an der alten Übigauer Werft der Abfluss der Elbe verbessert werden.

Auch zur Globus-Ansiedlung bezieht der Masterplan Stellung. Die Stadträte werden über insgesamt drei Varianten entscheiden können.

Eine davon plant mit Globus. Doch dadurch entstehen laut Stefan Szuggat vom Stadtplanungsamt „ungünstige Nachbarschaftsverhältnisse“ zu möglichen Wohnungen. Statt 500 Wohnungen könnten mit einem Globus-Markt lediglich 350 gebaut werden.

Der Stadtrat hat bereits deutlich gemacht, dass er dem aktuellen Globus-Projekt nicht zustimmen wird.

Regine Töberich, Investorin des ehemaligen Marina-Garden-Neubauprojektes, lässt kein gutes Haar an den Plänen der Stadt.

„Es gibt mehrere Gutachten, in denen steht, dass ein Hochwasserschutz in diesem Gebiet technisch nicht umsetzbar ist. Zudem kann und darf die Stadt keine privaten Grundstücksflächen überplanen“, so Frau Töberich.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (50, Grüne) sieht einen Hochwasserschutz als gerechtfertigt an.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (50, Grüne) sieht einen Hochwasserschutz als gerechtfertigt an.

Fotos: Eric Münch (2), Ove Landgraf (1)


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