Mordversuch! Haftbefehle nach Anschlag auf Asylheim

Die Polizei hatte die Verdächtigen kurz nach der Tag verhaftet (Symbolbild).
Die Polizei hatte die Verdächtigen kurz nach der Tag verhaftet (Symbolbild).

Crimmitschau - Nach dem Anschlag auf das Asylheim in Crimmitschau wurden gegen drei verdächtige Männer Haftbefehle erlassen. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung ermittelt.

Die Rassisten (32, 34, 35) sollen am 12. November drei Molotow-Cocktails auf das Asylheim in der Leipziger Straße geschleudert haben.

Zwei Brandsätze trafen die Schaufensterscheibe, einer die Fassade. In dem Haus schliefen bis zu 45 Flüchtlinge, darunter 20 Kinder.

Kurz nach der Tat wurden sie verhaftet. Zunächst wurde wegen schwerer Brandstiftung und Verbot gegen das Waffengesetz ermittelt.

Jetzt gehen die Ermittler aber davon aus, dass die Verdächtigen den Tod der Bewohner billigend in Kauf genommen haben.

"Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen bestehen dringende Gründe für die Annahme, dass den Beschuldigten die Vielzahl der in dem Gebäude schlafenden Personen bekannt war, sie die Todesgefahr für die Asylbewerber erkannten", erklärte Staatsanwalt Jörg Rzehak.

Nach Erkenntnissen der Ermittler war das Tatmotiv die ausländerfeindliche Gesinnung der Männer.

Foto: dpa


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