Halbjahres-Zeugnisse: Gogia ist Dynamos Klassen-Primus

Florian Ballas hat die besten Zweikampfwerte aller Dynamospieler.
Florian Ballas hat die besten Zweikampfwerte aller Dynamospieler.  © Lutz Hentschel

Dresden – Für Sachsens Schüler gibt‘s die Halbjahres-Zeugnisse erst Anfang Februar vor der nächsten "Auszeit". Die Dresdner Fußballer haben dagegen die Hälfte geschafft und bekommen jetzt ihre Einschätzung. Nach der Auswertung aller TAG24-Noten steht fest: Florian Ballas und Akaki Gogia sind die Klassen-Besten.

Marvin Schwäbe (1530 Minuten/0 Tore/Notendurchschnitt 2,8): An drei, vier Gegentreffern kann man ihm eine Aktie zuschreiben; sechs Mal zu null wiegen schwerer.

Niklas Kreuzer (915/0/3,0): Dauerbrenner im 16er Kader, der rechts als Verteidiger oder im Mittelfeld für Dynamik sorgte; aber Zahlen lügen nicht: Unterm Strich steht nur eine Vorlage zu Buche.

Florian Ballas (1350/1/2,7): Fehlte nur in zwei Partien und weist die besten Zweikampf-Werte aller Dresdner auf.

Giuliano Modica (720/0/3,0): Konnte wegen zwei langwierigen Verletzungen nicht an die weiße Weste der Vorsaison anknüpfen; auch wenn er dabei war, überzeugte er nicht immer.

Senkrechtstarter der Saison: Niklas Hauptmann (li.)
Senkrechtstarter der Saison: Niklas Hauptmann (li.)  © Lutz Hentschel

Fabian Müller (1440/0/2,9): Ein Infekt vorm letzten Spiel verhinderten eine 17-mal-90-Minuten-Bilanz; als Linksverteidiger immer solide ohne Ausschlag nach oben (nur eine Vorlage) und unten.

Nils Teixeira (1074/0/2,8): Bis zum elften Spieltag gesetzt und dreifacher Vorlagen-Geber, dann wegen Waden-Problemen ausgebremst; zum Finale gegen Bielefeld wieder sofort da, als Not am Mann war.

Marco Hartmann (1517/1/2,6): Endlich mal eine Saison ohne Verletzungssorgen; ging als kämpferisches Vorbild und Leitwolf voran; die Auswechslung (77.) im Auftaktspiel gegen Nürnberg „versauten“ dem Kapitän die Dauerbrenner-Bilanz.

Andreas Lambertz (967/3/2,7): Keine Rücksicht auf die Kleinen - fast immer bekam „Lumpi“ auf die Socken, was Zwangspausen zur Folge hatte; zwei der drei Tore (beim 2:2 in Berlin und das 1:0 gegen St. Pauli) brachten wichtige Punkte.

Jannik Müller (996/0/3,2): Stand in jeder Partie im Kader und war ein verlässlicher Modica-Ersatz, der aber manchmal gravierende Schnitzer einbaute.

Erich Berko spielte sich mit überzeugenden Le
Erich Berko spielte sich mit überzeugenden Le  © Lutz Hentschel

Marvin Stefaniak (893/1/2,7): Bis zu seiner Verletzung (Muskelfaserriss) eine feste Größe und auch als Mann für die Standards eine Bank; meldete auch als Einwechsler in Bielefeld zurück.

Aias Aosman (1151/2/3,2): Nach wie vor ein Typ zwischen Genie und Wahnsinn - letzteres brachte ihm eine disziplinarisch bedingte Pause und zweimal die MOPO-Note 5 ein; dennoch mit mehr Licht als Schatten.

Akaki Gogia (1174/7/2,3): Fehlte nur in den ersten beiden Spielen und haute dann richtig rein - sieben Tore, davon drei Doppelpacks.

Niklas Hauptmann (534/1/2,4): Kam zum Auftakt gegen Nürnberg rein und bereitete den 1:1-Ausgleich vor - der Anfang einer großen Saison; schade, dass er in den letzten drei Partien wegen eines Syndesmosebandanrisses fehlte.

Stefan Kutschke (1093/6/2,6): Sorgte im Pokal gegen RB Leipzig mit zwei Treffern für das Erreichen der Verlängerung und letztlich fürs Weiterkommen; verdrängte später auch in den Punktspielen Pascal Testroet und erwies sich als Torschütze und Turm in der Spitze.

Akaki Go(al)gia kam als später Neuzugang zur Mannschaft, schlug dann aber voll ein.
Akaki Go(al)gia kam als später Neuzugang zur Mannschaft, schlug dann aber voll ein.  © Lutz Hentschel

Pascal Testroet (716/3/2,8): Zunächst als einziger Angreifer gesetzt, dann von Kutschke verdrängt; der 2:1-Siegtreffer bei „seinen“ Bielefeldern dürfte ihn beflügeln.

Erich Berko (584/0/2,8): Musste bis zum 12. Spieltag auf seinen Startelf-Einsatz warten und überzeugte in Düsseldorf (3:0) auf Anhieb.

Manuel Konrad (137/0/3,1): Sollte als langjähriger Kapitän von Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt eine Führungsrolle übernehmen, tat dies aber nicht; beim einzigen Einsatz von Beginn an in Kaiserslautern (0:3) zur Pause ausgewechselt.

Marcel Hilßner (28/0): Stand ab November immerhin auf dem Spielberichtsbogen und erinnerte in Minuten-Einsätzen an das, was er in der Vorbereitung gezeigt hat. -

Hendrik Staroszik (6): Kam als Bankdrücker für die Innenverteidigung nie zum Zug. -

Tim Väyrynen (3): Schaffte es nicht über den Status als Stürmer Nr. 3 hinaus - was beim System mit nur einer Spitze kaum Einsatzchancen ermöglicht.


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