Blutiger Protest gegen Tötung von Stieren

Die Tierschutzorganisation PETA machte mit schockierenden Bildern auf das qualvolle Leid spanischer Stiere aufmerksam.
Die Tierschutzorganisation PETA machte mit schockierenden Bildern auf das qualvolle Leid spanischer Stiere aufmerksam.

Pamplona - Halbnackt und mit Kunstblut übergossen machten die Tierschutzorganisationen "PETA" und "Anima Naturalis" auf eine der blutigsten Traditionen Europas aufmerksam: das Sanfermines (Stierlauf) in Pamplona, das auch in diesem Jahr vom 7. bis zum 14. Juli stattfindet.

Beim Sanfermines sterben seit 1591 alljährlich dutzende Stiere, die, bevor sie den spitzen Waffen der Matadoren in der Stierkampfarena zum Opfer fallen, durch die engen Gassen der baskischen Stadt getrieben werden.

Beinahe ähnlich traditionell sind mittlerweile die Aktionen der Tierschützer, die auch in diesem Jahr mit Demonstrationen in der nordspanischen Stadt aufwarteten, so die Öffentlichkeit für die Qualen der Tiere sensibilisierten.

Gekonnt inszenierten die 75 halbnackten Männer und Frauen ihre Darstellung: aus Eimern leerten sie sich Kunstblut über die Köpfe, aufgesetzte Plastikhörner verkörperten geschickt die leidenden Stiere, auf Plakaten waren provozierende Statements in verschiedenen Sprachen zu lesen ("Pamplona: Blutbad für Bullen").

Die australische Tierschützerin Hannah Rose Bailey (22) war eine der 75 Aktivistinnen. Sie forderte die spanische Regierung auf, die Bullenrennen und damit das Leid und den Missbrauch der Tiere zu verbieten.

"Das Quälen und Töten von Tieren darf niemals mit Unterhaltung gerechtfertigt werden", so die 22-Jährige gegenüber "Dailymail".

Trotz der deutlichen Kritik der Tierschützer werden auch in diesem Jahr wieder mehr als eine Million Besucher erwartet.

Die Schilder waren mit verschiedenen Statements beschrieben. Hier: Pamplona: Blutbad für Bullen.
Die Schilder waren mit verschiedenen Statements beschrieben. Hier: Pamplona: Blutbad für Bullen.

Fotos: PETA


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