"Dein Blut wird spritzen!" Mann droht mit Plastikflasche

Der Mann steckte sich kleine Teile der Flasche zwischen die Finger und drohte damit. (Symbolbild)
Der Mann steckte sich kleine Teile der Flasche zwischen die Finger und drohte damit. (Symbolbild)

Rahden/Stemwede-Haldem - Im Juni 2016 sollte ein Mann in der Klinik Schloss Haldem von Mitarbeitern fixiert werden. Jetzt läuft ein Verfahren gegen den ehemaligen Patienten, weil er eine Ärztin beleidigte und mit einer PET-Flasche bedrohte.

Da der Mann sich vorher schon selbst verletzt hatte, sollte er in den Kriseninterventionsraum gebracht werden. "Wie auch immer" habe er dann die Plastikflasche kaputt gemacht und sich kleine Teile davon zwischen die Finger gesteckt.

So drohte der Mann, der auch zu epileptischen Anfällen neigt und seinen Kopf auf den Boden schlug, sich und andere zu verletzten. Der Ärztin hielt er laut Anklage die zerbrochene Flasche mit den Worten "dein Blut wird spritzen" entgegen.

Allerdings gab die Ärztin vor Gericht an, sie habe die Bedrohung nicht ernst genommen und sei auch nicht im Raum gewesen. "Ich arbeite schon lange im Maßregelvollzug", wird sie in der Neuen Westfälischen zitiert. Würde sie jede Drohung auch zur Anzeige bringen, wäre sie jeden Tag vor Gericht.

In dem Verfahren sollen zunächst weitere Zeugen gehört werden. Als der Angeklagte den Saal verließ, gab er an, das ganze nicht zu verstehen. Es sei doch nichts passiert.


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