Geisel-Drama! 20-Jähriger stundenlang in Todesangst gequält

Haldensleben - Im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) nordwestlich von Magdeburg hat sich bereits am Freitagnachmittag eine Geiselnahme ereignet.

Über mehrere Stunden ist in Haldensleben bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ein 20-Jähriger gefesselt und drangsaliert worden. (Symbolbild)
Über mehrere Stunden ist in Haldensleben bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ein 20-Jähriger gefesselt und drangsaliert worden. (Symbolbild)  © DPA

Nach Polizeiangaben vom Montag wurde ein 20-Jähriger von vier Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren gegen seinen Willen festgehalten und in einer Wohnung im Waldring gefesselt und körperlich drangsaliert.

"Zwischenzeitlich wurde er in einem Fahrzeug zu einem nahegelegenen See verbracht und auch dort weiter körperlich misshandelt und teilweise unter Vorhalten eines Messers mit dem Tode bedroht", so Polizeisprecher Frank Küssner.

Nachdem das Trio ihre Geisel wieder zurück zur Wohnung verbrachten, konnte sich der 20-Jährige befreien, aus der Wohnung laufen und die Polizei informieren. Küssner: "Anschließend musste er aufgrund der ihm zugefügten Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden."

Ein Tatverdächtiger (29) wurde noch am Abend in der Tatwohnung vorläufig festgenommen, am Folgetag aber wieder entlassen. Er soll "nur" in der Wohnung mitgewirkt haben. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter (18 und 20) sollen die Taten am See vollbracht haben, konnten am Samstag in einem Auto gesichtet und anschließend vorläufig festgenommen werden. Gegen beide wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzen nun in Justizvollzugsanstalten. Ein Vierter (20) konnte bislang noch nicht geschnappt werden. Alle Beteiligten stammen laut Polizei aus dem Bördekreis.

"Hintergrund für die Tat könnten mögliche Schulden des Geschädigten bei illegalen Drogengeschäften sein", so die Polizei.


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