Wunde an der Vagina: Fleischfressende Bakterien verstümmeln Frau

© Screenshot Gofundme

Halifax - Was für ein trauriges Schicksal! Nur vier Tage nach der Geburt ihres Söhnchens Myles verlor Lindsey Hubley beide Unterarme und ihre Unterschenkel.

Das Drama passierte bereits Anfang März. Am 2. März erlebte Lindsey Hubley (33) aus dem kanadischen Hailfax einen der schönsten Tage in ihrem Leben: Ihr Sohn kam zur Welt.

Wie die "Washington Post" und "Metro News" berichten, gab es dabei keine Komplikationen und Myles wurde gesund geboren.

Der Albtraum begann am 5. März. Einen Tag zuvor war sie aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nun musste sie wegen unerträglichen Unterleibsschmerzen erneut dorthin.

Und was machten die Ärzte? Diagnostizierten ohne Untersuchung eine Verstopfung - und schickten die junge Mutter wieder nach Hause. Ein großer Fehler!

Einen weiteren Tag später hielt Lindsey es nicht mehr aus. Ihr Körper hatte sich inzwischen auch verfärbt.

Im Krankenhaus stellten die Ärzte eine fatale Infektion durch Bakterien fest, die während der Geburt passiert war: Durch eine Wunde an ihrer Vagina waren fleischfressende Organismen in Lindseys Körper eingedrungen.

Ihre Ausbreitung war nur durch einen folgenschweren Eingriff möglich: Um das Leben der 33-Jährigen zu retten, amputierten die Ärzte ihre beiden Unterarme und die Unterschenkel.

Anschließend lag sie sieben Monate in der Klinik. Ihr Baby konnte sie nicht in die Arme nehmen. Heute sitzt sie im Rollstuhl. Weitere Eingriffe stehen bevor, unter anderem eine Nierentransplantation.

Lindsey Hubley hat die Klinik inzwischen verklagt. "Unser Vorwurf ist, dass ein Großteil, wenn nicht der komplette Schaden hätte abgewendet werden können", sagte ihr Anwalt Ray Wagner. Beim Obersten Gerichtshof von Nova Scotia hat er eine Schadensersatzforderung gegen fünf Ärzte eingereicht.

Ihr Verlobter Mike Sampson (34) sagte zu "Metro News": "Sie ist unglaublich positiv geblieben. Der Prozess hat ihr Arme und Beine genommen. Ihre Fröhlichkeit wird er ihr nicht nehmen."

Lindseys Familie hat eine Spendenkampagne gestartet. So soll weitere notwendige medizinische Maßnahmen ermöglichen und kleine Familie entlasten werden. Ziel waren 60.000 Dollar. Bis zum 15. Oktober 2017 kamen schon 94.145 Dollar (rund 78.000 Euro) zusammen. Wer helfen möchte, kann das hier.

Titelfoto: Screenshot/GoFundMe


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