Nach Halle-Attentat mit zwei Toten: Betroffener Dönerladen öffnet wieder

Halle (Saale) - Der vom rechtsextremen Terroranschlag betroffene Döner-Imbiss in Halle soll am Samstag und Sonntag erstmals nach der Gewalttat wieder geöffnet werden.

Inhaber Izzet Cagac vor seinem Kiez-Döner in der Ludwig-Wucherer-Straße in Halle.
Inhaber Izzet Cagac vor seinem Kiez-Döner in der Ludwig-Wucherer-Straße in Halle.  © dpa/Jan Woitas

Zuvor hatte das Imbiss-Team mit Helfern eine Gedenkecke für die Opfer des Anschlags in dem Geschäft eingerichtet (TAG24 berichtete). Entsprechende Fotos veröffentlichte Betreiber Izzet Cagac auf Facebook.

Am 9. Oktober hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in einer Synagoge in Halle ein Massaker anzurichten. Er scheiterte an einer verschlossenen Tür und erschoss vor dem Gotteshaus eine zufällig vorbeilaufende Frau und kurz darauf einen Mann in dem nahen Dönerladen.

Der Täter wurde später festgenommen und räumte ein antisemitisches und rechtsextremes Motiv ein.

Wie es genau mit dem Döner-Imbiss weitergeht, ist noch unklar. Betreiber Cagac hat bereits mehrfach bekräftigt, das Geschäft seinen Mitarbeitern schenken zu wollen (TAG24 berichtete). Sie waren während des Anschlags im Laden.

Die Entscheidung, ob die Mitarbeiter das Angebot annehmen, werde vermutlich am Sonntagabend getroffen. Im Gespräch ist zudem, die Räume zu einem Gedenkort umzugestalten.

Am 18. Oktober besuchten Politiker den Gedenkort, darunter Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff.
Am 18. Oktober besuchten Politiker den Gedenkort, darunter Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff.  © dpa/Jan Woitas
Vor dem Dönerladen wurden zahlreiche Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.
Vor dem Dönerladen wurden zahlreiche Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.  © dpa/Jan Woitas

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