Britischer Investor übernimmt Mehrheit an Gerry Weber-Tochter

Halle - Der angeschlagene Modehersteller Gerry Weber hat sich weitgehend von seiner Tochter Hallhuber getrennt.

Die Münchener Modekette Hallhuber geht zum größten Teil nun an den britischen Investor.
Die Münchener Modekette Hallhuber geht zum größten Teil nun an den britischen Investor.  © DPA

Der britische Investor Robus Capital Management habe die Mehrheitsanteile an der Münchner Modekette übernommen, teilte Gerry Weber am Montag mit.

Die in einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung an ihrer Sanierung arbeitende Modefirma aus Nordrhein-Westfalen bleibt demnach mit nur noch 12 Prozent an Hallhuber beteiligt.

Der Investor hatte im Februar für Hallhuber eine Brückenfinanzierung in Höhe von 10 Millionen Euro bereitgestellt. Im Gegenzug ließ er sich eine Kaufoption einräumen, von der er jetzt Gebrauch gemacht hat. Gerry Weber hatte Hallhuber 2015 übernommen, um sich jüngere Kundinnengruppen zu erschließen. Die Tochter galt lange als größter Wachstumsträger des Konzerns.

Gerry Weber stößt seine Anteile an der Mode-Tochter Hallhuber ab.
Gerry Weber stößt seine Anteile an der Mode-Tochter Hallhuber ab.  © DPA

Hallhuber kündigte Investitionen in den Bereichen Online-Handel und IT-Technologien an. "Hier können wir auf die finanzielle Unterstützung durch unseren neuen Mehrheitsgesellschafter bauen", sagte Geschäftsführer Rouven Angermann laut Mitteilung. Auch im stationären Handel sei eine Expansion geplant.

Die Muttergesellschaft Gerry Weber International hatte im Januar Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt - mit dem erklärten Ziel, das Unternehmen zu sanieren.

Das Sanierungskonzept sieht nach früheren Angaben unter anderem die Schließung von 146 Stores und Verkaufsflächen und den Abbau von 330 Vollzeitarbeitsplätzen in Deutschland vor.

Titelfoto: DPA

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