Antifa demonstriert erneut gegen Haus der "Identitären Bewegung"

Das linke Bündnis "Kick them out" hat für Samstag zu einer Demonstration gegen die Identitäre Bewegung in Halle (Saale) aufgerufen).
Das linke Bündnis "Kick them out" hat für Samstag zu einer Demonstration gegen die Identitäre Bewegung in Halle (Saale) aufgerufen).

Halle (Saale) - Ausnahmezustand in Halle (Saale): Am Samstagnachmittag wollen linke Aktivisten erneut gegen das Haus der Identitären Bewegung (IB) in der Stadt demonstrieren.

Unter dem Motto "Nazizentren Dichtmachen!" hat das linke Bündnis "Kick them out" dazu aufgerufen, sich um 16 Uhr am Steintor zu versammeln. Von dort aus wollen die Demonstranten durch die Innenstadt in Richtung Markt ziehen.

Bereits im Juli hatten rund 700 Menschen friedlich gegen das Hausprojekt der IB in der Adam-Kuckhoff-Straße demonstriert.

Mit dem erneuten Demo-Aufruf wollen die Antifaschisten ihre Ankündigung bekräftigen, den Rechten in ihrer Immobilie keine ruhige Minute lassen zu wollen.

Dass der Protest gegen das rechte Hausprojekt nicht immer friedlich bleibt, zeigte ein Anschlag Unbekannter auf die Immobilie in der Nacht zu Mittwoch.

In der Nacht zu Mittwoch hatten Unbekannte das Haus der Identitären Bewegung in Halle angegriffen. (Archivbild)
In der Nacht zu Mittwoch hatten Unbekannte das Haus der Identitären Bewegung in Halle angegriffen. (Archivbild)

Die Täter bewarfen das Haus mit Steinen und besprühten die Fassade mit Feuerlöscher-Flüssigkeit. Im Bereich des Hausflurs wurde eine übel riechende Flüssigkeit verteilt, außerdem drei in der Nähe abgestellte Autos beschädigt (TAG24 berichtete).

Die Aktivisten von "Kick them out" kommentierten den Anschlag mit einer umstrittenen Stellungnahme. Unter dem Titel "Wir distanzieren uns vom Distanzieren" erklärten sie zwar, nichts mit dem Angriff auf das Haus der IB zu tun zu haben. Entsprechende Behauptungen von Rechten bezeichneten sie als "Verleumdung".

Allerdings konnten es die Antifaschisten auch nicht lassen, Öl ins Feuer zu gießen. "Wir zeigen uns jedoch, und das möchten wir noch einmal ausdrücklich betonen, solidarisch mit allen Menschen, die auf verschiedenen Wegen das Treiben der Faschisten verhindern wollen", heißt es in der Stellungnahme.

Dass es auch anders geht, beweist ein offener Brief der Anwohner rund um das umstrittene Haus in der Adam-Kuckhoff-Straße. In dem Schreiben machen die zahlreichen Unterstützer mit Argumenten für Offenheit und Mitmenschlichkeit klar: "Wir wünschen ausdrücklich keine Nachbarschaft mit Ihnen."


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