Vogelgrippe-Skandal! Wurden hier Vögel eingefroren?

Im Bergzoo in Halle(Saale) sollen acht tote Vögel in einem Kühlhaus versteckt worden sein.
Im Bergzoo in Halle(Saale) sollen acht tote Vögel in einem Kühlhaus versteckt worden sein.  © Bergzoo Halle

Halle(Saale) - Skandal im Bergzoo! Der Vize-Direktor des Hallenser Zoos soll Vögel mit Verdacht auf Geflügelpest im Kühlhaus versteckt haben.

Er wollte die restlichen Flügeltiere im Vogelgehege schützen: Insgesamt acht verendete Vögel sollen vom stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke während der aktuellen Vogelgrippe-Welle in ein Kühlraum gesteckt worden sein.

Wie die MZ berichtet, soll der 63-Jährige bereits beurlaubt worden sein. Der Hallenser Bergzoo prüft nun die Vorwürfe gegen Spretke. Laut Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen besteht die Meldepflicht aller Verdachtsfälle des H5N8-Virus. Grundsätzlich müsse jedes im Zoo verstorbene Tier außerdem einer pathologischen Untersuchung zugeführt werden.

Um diese zu umgehen, landeten die Vögel im Kühlhaus. Scheinbar "umsonst": Der Vogelbestand des Bergzoos sei aktuell frei von Vogelgrippe, so Zoodirektor Dennis Müller zur MZ. Dafür läge auch eine amtliche Bestätigung vor. Die achte toten Vögel waren anscheinend an einer Pilzinfektion gestorben.

Der Verstoß gegen die seuchenrechtlichen Schutzmaßnahmen allerdings könnte schwere Folgen haben: bestätigt sich der Verdacht gegen Spretke, droht ein Bußgeld in einer Höhe von bis zu 30.000 Euro.


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