Beweisvideos der Schüsse auf Ex-Mister Germany gesperrt!

Adrian Ursache (roter Kreis) steht sich mit SEK-Beamten mit Waffen gegenüber. Kurz nach dieser Szene fallen Schüsse, der Schönheitskönig geht zu Boden.
Adrian Ursache (roter Kreis) steht sich mit SEK-Beamten mit Waffen gegenüber. Kurz nach dieser Szene fallen Schüsse, der Schönheitskönig geht zu Boden.  © Screenshot/YouTube

Halle (Saale) - Man sah, wie sich die SEK-Beamten und er mit gezogenen Waffen gegenüberstanden. Kurz darauf fielen Schüsse, Adrian Ursache (43) wurde schwer verletzt (TAG24 berichtete). Die Beweisvideos des Einsatzes im Rahmen einer Zwangsräumung beim Ex-Mister Germany, das aus der Bodycam der Polizisten stammt, wurde nun auf YouTube gelöscht.

Dieses Material sollte nie veröffentlicht werden: Auf YouTube waren zwei Polizei-Videos aufgetaucht, die die Schießerei zwischen Ex-Mister-Germany Adrian Ursache (43) und dem SEK dokumentieren.

Die Filme waren aus den Akten an die Öffentlichkeit gelangt. Wer dafür verantwortlich ist, ist noch immer unklar.

Mittlerweile wurden die beiden Videos jedoch gesperrt - jedenfalls für Besucher aus Deutschland. Von den Filmen wurden jedoch Kopien gemacht, die immer noch auf YouTube zu sehen sind.

Das YouTube-Supportteam für Rechtsfragen habe "in eigener Zuständigkeit über die Sperrung" entschieden, erfuhr die "MZ" von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd. Die Verleumdungsbeschwerde, die bei Youtube als Sperrungsgrund genannt werde, sei "nicht von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd initiiert", sagte eine Sprecherin, "der Beschwerdeführer ist uns nicht bekannt".

Ursache wird der Reichsbürgerbewegung zugeordnet. Er rief den Fantasie-Staat "Königreich Ur" auf seinem Anwesen in Reuden aus. Als die Zwangsräumung anstand, kam es zu dem blutigen Schusswechsel.

Am Boden liegend wird Ursache von Sanitätern versorgt.
Am Boden liegend wird Ursache von Sanitätern versorgt.  © Screenshot/YouTube
Adrian Ursache wurde 1998 zum Mister Germany gekürt.
Adrian Ursache wurde 1998 zum Mister Germany gekürt.  © DPA

Der SEK-Einsatz am 25. August 2016 im Video:


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