Mann findet tote Babys in Kühltruhe, erpresste er damit seine Frau zum Sex?

Halle (Saale) - Am Landgericht Halle wird am Dienstag der Prozess gegen den Vater von zwei Babys, die tot in einer Tiefkühltruhe entdeckt wurden, fortgesetzt.

In diesem Wohnhaus in Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) fand man die Babyleichen.
In diesem Wohnhaus in Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) fand man die Babyleichen.  © DPA

Zunächst soll eine Zeugin befragt werden. Möglicherweise wird die Staatsanwaltschaft danach Plädoyer halten, wie ein Sprecher sagte. Der 55-jährige Uwe W. ist wegen sexueller Nötigung und Störung der Totenruhe angeklagt.

Er hat vor Gericht gestanden, im April 2017 im Tiefkühlschrank der Wohnung seiner Ex-Freundin Steffi S. in Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) eine Babyleiche gefunden zu haben. Erst Monate später ging er zur Polizei. Die Beamten fanden zwei tote Babys in dem Tiefkühlschrank (TAG24 berichtete).

Der Mann soll laut Anklage seine Lebensgefährtin zum Sex genötigt haben. Das hat er bestritten. Die Frau war im Dezember 2018 vom Landgericht Halle wegen zweifachen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte gestanden, die beiden Kinder in Plastiktüten in den Tiefkühlschrank gelegt zu haben.

Das Mädchen und den Jungen brachte sie heimlich zur Welt.

Update, 14.05 Uhr: Das Landgericht Halle entschied nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft und Verteidigung, dass Uwe W. 1000 Euro Strafe zahlen muss. Der 55-Jährige aus Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) wurde zugleich vom Vorwurf der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung der Frau freigesprochen.

Was spielte sich hier ab?
Was spielte sich hier ab?  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Mord:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0