Immer mehr Menschen vergiftet: Wie gefährlich ist Shisha-Rauchen?

Für viele ist Shisha-Rauchen nur ein harmloser Zeitvertreib. Doch die Wasserpfeifen sind gefährlicher, als man denkt.
Für viele ist Shisha-Rauchen nur ein harmloser Zeitvertreib. Doch die Wasserpfeifen sind gefährlicher, als man denkt.  © DPA

Halle(Saale) - Ist Shisha-Rauchen doch nicht so harmlos, wie weithin verbreitet? Immer öfter müssen in Kliniken Menschen mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung behandelt werden.

Süße Rauchschwaden, entspannte Stimmung - Shisha-Bars sind schon seit einiger Zeit zum beliebten Treffpunkt geworden. "Ist ja nur eine Wasserpfeiffe", heißt es oft. Aber das Shisha-Rauchen ist ganz und gar nicht so harmlos, wie von Vielen angenommen.

In speziellen Überdruckkammern werden immer mehr Menschen behandelt, deren "Rauch-Abenteuer" schief ging. Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Ohnmacht - nur durch enorme Sauerstoffzufuhr können Patienten mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gerettet werden.

In Sachsen-Anhalt war die Zahl im letzten Jahr um etwa 25 Prozent angestiegen. Das berichtet die MZ. Und auch in anderen Bundesländern schlagen Mediziner Alarm. So mussten beispielsweise in der Düsseldorfer Universitätsklinik im letzten Jahr 40 Menschen in der Druckkammer behandelt werden. Im Jahr davor hatte es nur einen Patienten gegeben.

Eine konkrete Regelung für die Shisha-Bars gibt es derzeit nicht. Deshalb fordern Mediziner und Aktivisten, Kohlenmonoxid-Warnsysteme in den Lokalen anzubringen. Diese sollen außerdem jährlich und unangekündigt kontrolliert werden. Bis zur Umsetzung könnte es allerdings noch einige Zeit dauern. Eine Erneuerung des Nichtraucherschutzgesetzes sei derzeit nicht vorgesehen, gab eine Sprecherin des Gesundheitsamts der MZ gegenüber zu.

Hoffentlich gehen die Warnungen nicht in Rauch auf...

Titelfoto: DPA


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