Rechte "Identitäre Bewegung" marschiert durch Halle, Hunderte stellen sich dagegen

Halle (Saale) - In der Stadt Halle sind für Samstag (ab 10 Uhr) mehrere Demonstrationen und Aktionen gegen Rechtsextremismus angemeldet worden. Anlass ist ein geplanter Aufzug der Identitären Bewegung Deutschland, wie die Polizei als Versammlungsbehörde mitteilte.

Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestufte "Identitäre Bewegung" zieht am Samstag durch Halle an der Saale. (Archivbild)
Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestufte "Identitäre Bewegung" zieht am Samstag durch Halle an der Saale. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

Der Verfassungsschutz hat die Identitäre Bewegung nach jahrelanger Prüfung als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft. Das Bündnis "Halle gegen Rechts" ruft die Menschen dazu auf, sich zahlreich an friedlichen Protesten zu beteiligen.

Die Stadt und die Universität laden zu einem bunten Bürgerfest für Demokratie auf dem Marktplatz ein, wie ein Sprecher mitteilte.

"Hass, Rassismus und Intoleranz haben in unserer Stadt keinen Platz", betonte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) im Vorfeld der ganztägigen Aktionen. Ursprünglich sollte das Bürgerfest auf dem Steintorcampus stattfinden. In unmittelbarer Nähe hat die Identitäre Bewegung (IB) ein Haus, das als eine Zentrale in Deutschland gilt. Kurzfristig verlegten die Veranstalter das Fest jedoch auf den Marktplatz. Das Bündnis "Halle gegen Rechts" kritisierte die Verlegung und sprach von einem "falschen Signal".

Laut Polizei rechnen die Anmelder der verschiedenen Demonstrationen in Halle mit Teilnehmern "im drei- beziehungsweise vierstelligen Bereich". In der Innenstadt werde es erhebliche Verkehrseinschränkungen geben, so auch im öffentlichen Personennahverkehr sowie bei den Straßenbahnen. Das Bündnis gegen Rechts rechnet auch damit, dass Protestler von außerhalb anreisen werden, etwa aus der benachbarten Stadt Leipzig.


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