Schießerei vor der Spielothek? Polizei nimmt zweiten Verdächtigen fest

Halle (Saale) - Am frühen Sonntagmorgen musste die Polizei zu einem Einsatz in die Hallorenstraße ausrücken.

Die Polizei fasste das Trio vor einer Spielothek in der Hallorenstraße auf. (Symbolbild)
Die Polizei fasste das Trio vor einer Spielothek in der Hallorenstraße auf. (Symbolbild)  © DPA

Dort hatten drei Männer (41, 43 und 45) an einer Spielothek für Unruhe gesorgt. Das Trio betrat den Laden gegen 2.25 Uhr. Die Männer verlangten Alkohol, wollten allerdings nicht dafür bezahlen. Einer der Täter (41) legte einen pistolenähnlichen Gegenstand gut sichtbar auf die Theke.

Das Trio verließ die Spielothek wieder. Kurz danach hörten Passanten Schussgeräusche und alarmierten die Polizei. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der "Pistole" um eine Schreckschusswaffe handelte.

Die Polizei nahm den 41-Jährigen vorläufig fest. Gegen ihn wird wegen räuberischer Erpressung ermittelt.

Update, 17.35 Uhr:

Die Polizei hat am Sonntagmittag, gegen 12.30 Uhr, einen weiteren Tatverdächtigen (43) vorläufig festgenommen. Darüber hinaus hat die Behörde weitere Erkenntnisse zum Vorfall bekannt gegeben.

Demnach sollen sich alle Beteiligten in der Spielothek befunden und dort mit der Schreckschusswaffe hantiert haben. Der jüngere Tatverdächtige habe dann vom Angestellten des Lokals (29) alkoholische Getränke gefordert, ohne dafür zahlen zu wollen. Als dieser sich weigerte, soll der 43-jährige die Waffe an sich genommen und damit einen 30-jährigen Gast gedrängt haben, für die Getränke aufzukommen.

Kurz darauf ging ein weiterer Tatverdächtiger erneut zum Tresen, legte dort die Waffe ab und verlangte weitere Getränke, die er daraufhin auch bekam.

Nachdem die drei Verdächtigen ausgetrunken hatten, verließen sie das Lokal. Als sie kurze Zeit später versuchten, wieder hinein zu gelangen, waren die Türen bereits von innen verschlossen. Vor dem Lokal wurden daraufhin mehrere Schüsse mit der Schreckschusswaffe abgegeben. Die Geschädigten informierten die Polizei, die die Verdächtigen noch vor Ort antraf.

Die Ermittlungen werden fortgesetzt, so die Polizei. Die Tatverdächtigen sollen deutscher, russischer und armenischer Herkunft sein. Die Geschädigten seien aus Syrien und dem Irak.

Titelfoto: DPA


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