Terroranschlag mit zwei Toten: Das ändert sich jetzt in Halle

Halle (Saale) - Nach dem Terroranschlag auf die Synagoge in Halle wird das Stadtmuseum erweitert.

Der 27-jährige Stephan B. erschoss am 9. Oktober 2019 zwei Menschen in Halle.
Der 27-jährige Stephan B. erschoss am 9. Oktober 2019 zwei Menschen in Halle.  © Uli Deck/dpa

Es gebe dort bereits einen Bereich für jüdisches Leben, dieser werde nun ausgebaut, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zudem kündigte er weitere Veränderungen an: "Der jährliche 'Marsch des Lebens' wird stärker von der Stadt unterstützt, um größere Aufmerksamkeit auf jüdisches Leben in Halle zu richten."

Am 9. Oktober hatte Stephan B. (27) am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, die Synagoge in Halle zu stürmen.

Als das scheiterte, erschoss er eine 40-jährige Frau und kurz darauf einen 20 Jahre alten Mann in einem Dönerladen (TAG24 berichtete). Der Täter hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

Nach dem Angriff waren auch Teile der Trauer- und Solidaritätsbekundungen archiviert worden. Unter anderem auf dem Marktplatz der Stadt wurden zahlreiche Blumen, Kerzen, Zettel und Fotos niedergelegt.

"Das Stadtmuseum hat einige Trauergaben aufgenommen. In welcher Form die Gaben Eingang in die Ausstellung finden, wird derzeit überlegt", teilte die Stadt mit.

Nur durch eine Verkettung glücklicher Umstände wurde eine noch größere Tragödie verhindert.
Nur durch eine Verkettung glücklicher Umstände wurde eine noch größere Tragödie verhindert.  © Sebastian Willnow/ZB/dpa

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