Aiwangers Messer-Rede: Grünen-Chef Hallitzky stinksauer

München - Nach der Messer-Äußerung von Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hagelt es harsche Kritik von Grünen-Landeschef Eike Hallitzky (60)

Grünen-Landeschef Eike Hallitzky (60) findet klare Worte auf Aiwangers "Messer-Rede".
Grünen-Landeschef Eike Hallitzky (60) findet klare Worte auf Aiwangers "Messer-Rede".  © Sina Schuldt/dpa

"Das Diffamieren von Anderen und das bewusste Lügen ist kein politischer Stil, der Einzug halten sollte. Das erleben wir bei Trump, bei Orbán und in anderem Zusammenhang auch bei Aiwanger", sagte Hallitzky am Mittwoch in München, wie die dpa mitteilt.

Aiwangers Rede vor Jägern und Schützen über das Tragen von Messern sei ein Aufruf zur Selbstbewaffnung.

Auch im Internet gab es entsprechend kritische und satirische Reaktionen auf die Aussagen des Freie-Wähler-Bosses (Tag24 berichtete).

Aiwanger hatte sich zuvor gegen ähnliche Kritik gewehrt. Seine Aussage sei "böswillig absichtlich fehlinterpretiert" worden. "Es ist nicht anders interpretierbar", sagte nun Hallitzky. Eine solche Rede habe nichts in einer zivilisierten politischen Auseinandersetzung zu suchen.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kam bei Hallitzky nicht gut weg. "Wir haben in den letzten Wochen erlebt, dass der bayerische Ministerpräsident beispielsweise gesagt hatte, die Grünen wollen ein sofortiges Heizungsverbot, Fleischverbote, Flugverbote". Das sei schlicht gelogen.

Hallitzky sagte, er wolle einen respektvollen Umgang der Politiker untereinander, "damit die demokratische Art der Auseinandersetzung bleibt".

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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