"Haltestelle Woodstock": Polen fordert Grenzkontrollen wegen Flüchtlingen

Auch dieses Jahr findet das Rockfestival "Haltestelle Woodstock" in der polnischen Stadt Kostrzyn (Küstrin) nahe der deutschen Grenze statt. (Bildmontage)
Auch dieses Jahr findet das Rockfestival "Haltestelle Woodstock" in der polnischen Stadt Kostrzyn (Küstrin) nahe der deutschen Grenze statt. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Potsdam/Warschau - Hitzige Stimmung zwischen den Beauftragen Deutschlands und Polens in Sachen grenzüberschreitender Zusammenarbeit für das anstehende Rockfestival "Haltestelle Woodstock":

Polens Innen-Staatssektretär Jakub Skiba fordert in einem Brief Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (55, SPD) dazu auf, eine Sicherung der Grenze vorzunehmen, wie die Märkische Oderzeitung berichtete.

Dies sei laut Skiba notwendig, "damit das Risiko des Übertritts von Personen ausgeschlossen wird, die ein terroristisches Risiko darstellen". Damit spielt der Innen-Sekretär auf die in Brandenburg lebenden Flüchtlinge an, denn er schreibt von "der derzeitigen gesellschaftlichen Situation in Deutschland im Kontext der Migrationskrise".

Bereits vor einer Woche entwickelten sich Unstimmigkeiten zwischen Woidke und Skiba, als dieser deutsche Rettungskräfte vom Rockfestival auslud, wie TAG24 berichtete. Brandenburgs Ministerpräsident bedauerte die Absage, "die mit der Bedrohung durch potentielle Terroranschläge begründet wird."

In der Vergangenheit kooperierten die Rettungsbehörden beider Länder immer zufriedenstellend, wie eine Regierungssprecherin am Freitag betonte. Auch dieses Jahr sei man wieder bereit zu helfen.


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