Streit spitzt sich zu: Bei Rodungen droht Umweltverband mit drastischen Folgen

Berlin/Düsseldorf – Angesichts geplanter Rodungsarbeiten von RWE für einen Braunkohle-Tagebau hat der Umweltverband BUND mit einem Ausstieg aus der Kohlekommission gedroht.

Insgesamt sind laut BUND 600 Hektar bedroht.
Insgesamt sind laut BUND 600 Hektar bedroht.  © DPA

Der Streit zwischen der Naturschutzorganisation BUND und dem Energiekonzern RWE spitzt sich zu.

"Kommt es zu Rodungen, wäre das für uns ein zentraler Konfliktfall, der unsere Mitarbeit in der Kohlekommission in Frage stellen würde", sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des NRW-Landesverbands des Bundes für Umwelt und Naturschutz, der Deutschen Presse-Agentur. "Soweit ist es aber noch nicht."

Der BUND ist mit seinem Vorsitzenden Hubert Weiger in der Kommission vertreten, deren nächste Sitzung an diesem Donnerstag ist.

Es gibt aber zunehmend Konflikte wegen geplanter Rodungsarbeiten des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst für den dortigen Braunkohletagebau.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hatte die ab Oktober geplanten Rodungsarbeiten in einem Schreiben an die Vorsitzenden der Kohlekommission "zwingend erforderlich" genannt. Ansonsten drohe letztlich die Stromerzeugung in Kraftwerken infrage gestellt zu werden.

Die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" soll bis Ende des Jahres einen Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten und Vorschläge für die Finanzierung und Gestaltung des Strukturwandels in Regionen wie der Lausitz und dem Rheinischen Revier vorlegen.

In dem Gremium sind Vertreter von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen.

Titelfoto: DPA


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