Wie weiter mit dem Hambacher Forst? Erhalt "technisch" möglich

Essen/Hambacher Forst - Der Energiekonzern RWE hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Hambacher Forst im Rheinischen Revier erhalten bleibt.

Der Hambacher Forst liegt an der Abbruchkante zum Braunkohle-Tagebau Hambach.
Der Hambacher Forst liegt an der Abbruchkante zum Braunkohle-Tagebau Hambach.  © Henning Kaiser/dpa

"Der Erhalt ist politisch und gesellschaftlich gewünscht, und auch wir wollen ihn machbar machen", sagte Unternehmenschef Rolf Martin Schmitz der "WAZ" (Donnerstag).

Er sei optimistisch, denn bei dem von der Kohlekommission empfohlenen Ausstieg benötige RWE weniger Braunkohle für die Kraftwerke.

Schmitz sagte der Zeitung zufolge, RWE könne laut einem geologischen Gutachten bis auf 50 Meter an den Forst baggern, ohne seinen Wasserspeicher zu gefährden.

"Technisch ist der Erhalt lösbar", betonte der RWE-Chef. Eine andere Frage sei der Aufwand: "Es ist deutlich komplizierter, ihn stehen zu lassen, als ihn nicht stehen zu lassen", sagte Schmitz.

"Wir brauchen dafür eine ganz neue Braunkohleplanung, die zehn bis 15 Jahre dauert und sehr viel Geld kostet. Wenn das so gewünscht ist, machen wir es."

Der Hambacher Forst am Rande des Tagebaus ist zum Symbol des Widerstands von Umweltschützern gegen die Braunkohleverstromung geworden.

RWE hat die Rodung des Waldgebietes im vergangenen Herbst nach einem Gerichtsurteil ausgesetzt. Die Kohlekommission der Bundesregierung hat den Wunsch geäußert, dass der Wald erhalten bleibt.

Hinter dem Wald geht es direkt runter in den Tagebau Hambach.
Hinter dem Wald geht es direkt runter in den Tagebau Hambach.  © Hennig Kaiser/dpa

Titelfoto: Hennig Kaiser/dpa

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