Kein Fremdverschulden beim Tod des Journalisten im Hambacher Forst

Kerpen/Aachen - Der Absturz eines Journalisten von einer Hängebrücke im Hambacher Forst war nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ein Unfall.

Aktivisten trauern im Hambacher Forst um den verstorbenen Journalisten.
Aktivisten trauern im Hambacher Forst um den verstorbenen Journalisten.  © DPA

"Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen liegen keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden Dritter vor", teilte die Staatsanwaltschaft Aachen am Donnerstag mit.

Mehrere Zeugen hätten übereinstimmend angegeben, dass sich der 27 Jahre alte Mann aus Leverkusen zum Zeitpunkt des Sturzes allein und ungesichert auf der Brücke aufgehalten habe.

"Zudem gab sich der Verstorbene gegenüber den Aktivisten als erfahrener Kletterer aus und führte einen eigenen Klettergurt mit. Die Auswertung der Head-Kamera des Verstorbenen bestätigte, dass sich in seiner Nähe keine Personen aufhielten, die für den Sturz verantwortlich gewesen sein könnten."

Der Mann habe als freier Journalist für einen YouTube-Kanal gearbeitet und Filmaufnahmen von den Aktivisten im Hambacher Forst gemacht. Die Hängebrücke, die zwei Baumhäuser miteinander verband, sei bereits vorgeschädigt gewesen.

Der Journalist habe von dort die Räumung eines weiter entfernten Baumhauses besser filmen wollen und sie deshalb betreten. "Plötzlich – noch bevor der Verstorbene die Seilsicherung einhängen konnte – gab das Trittholz der Hängebrücke unter ihm nach, wodurch er ungesichert zu Boden fiel."

Eine Obduktion zur Feststellung der konkreten Todesursache steht noch aus.

Viele Menschen gedenken dem Verstorbenen.
Viele Menschen gedenken dem Verstorbenen.  © Horst Konopke

Titelfoto: DPA


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