187 Strassenbande: Ließ sich Gzuz für sein neues Album verhaften?

Hamburg – Seit Mittwoch ist 187-Mitglied Gzuz (31) aus der U-Haft entlassen, nachdem er eine Kaution von 100.000 Euro hinblätterte. Doch war die Verhaftung des Rappers bloß ein abgekartetes Spiel?

Gzuz feiert sein neues Nummer-Eins-Album.
Gzuz feiert sein neues Nummer-Eins-Album.  © Screenshot Instagram/Gzuz187_official

Kaum war Gzuz wieder auf freiem Fuß, schoss sein neues Album auf Platz Eins der deutschen Charts. Zufall?

Das Album mit dem Namen "Gzuz" war am Valentinstag erschienen und ist nach "Ebbe und Flut" (2015) und "Wolke 7" (2018) bereits das dritte Solo-Werk des 187-Mitglieds.

Auch ist es bereits sein zweites Album, das es an die Spitze der Charts geschafft hat. "DRITTES ALBUM ZWEITE EINS❤️🤙DANKBAR FÜR ALLES!!!! 187👻", freute sich der Rapper am Samstag auf Instagram.

Die Freude lag auch auf der Seite der Fans. In den Kommentaren unter dem Foto des Rap-Musikers, der vor seinen Auszeichnungen posiert, hagelte es Glückwünsche und Komplimente.

"Bombe! Lebende Legende🔥🔥🔥", lobte eine Userin. Ein anderer Fan schrieb: "Gzuz hat es verdient, ich habe dein Album geliebt, es ist eines von denen, die ich nicht aufhöre zu hören, es langweilt mich überhaupt nicht und jeder Track klingt brutal."

Doch fast hätte der 31-Jährige seinen Mega-Erfolg nicht mit den Fans feiern können...

Gzuz hält Polizei zum Narren

Gzuz kommt in Begleitung aus der Untersuchungshaftanstalt in Hamburg.
Gzuz kommt in Begleitung aus der Untersuchungshaftanstalt in Hamburg.

Denn am 18. Februar wurde Kristoffer Jonas Klauß, wie Gzuz mit bürgerlichem Namen heißt, verhaftet, weil er zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Hamburger Amtsgericht nicht erschienen war (TAG24 berichtete).

Der Grund für die Anklage: Ein Verstoß gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz.

Doch nur wenige Stunden später konnte Gzuz die Untersuchungshaftanstalt wieder verlassen (TAG24 berichtete), für eine Kaution von 100.000 Euro und die Auflage, sich dreimal pro Woche bei der Polizei zu melden. Ein neuer Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Es besteht jedoch der Verdacht, dass der 31-Jährige die U-Haft zu Promo-Zwecken für sein neues Album provozierte.

Der Verhaftung vorausgegangen war ein geschicktes Katz- und Maus Spiel mit der Polizei. Über Instagram ließ Gzuz die Beamten wissen, wo er sich grade aufhält. Kaum waren sie dort eingetroffen, fehlte von dem Rap-Musiker jedoch jede Spur. Auch seine mehr als zwei Millionen Follower konnten das Versteckspiel in der Instagram-Story ihres Idols verfolgen.

Als der 31-Jährige gegen Mittag dann doch am Gerichtsgebäude auftauchte, wurde er sofort verhaftet. Alles nur eine geschickte Promo-Aktion? Die Antwort kennt wohl nur Gzuz selbst.

Titelfoto: Screenshot Instagram/Gzuz187_official

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