Schleim-Alarm: Zehntausende Aale in die Alster gekippt

Hamburg - Der Angelsport-Verband Hamburg hat mehr als 70.000 Jungaale in der Alster ausgesetzt. Helfer kippten die nur 2 Gramm leichten Aale an verschiedenen Stellen eimerweise ins Wasser.

Vorgestreckte Farmaale werden mit Hilfe eines Keschers in einen weissen Eimer umgesetzt.
Vorgestreckte Farmaale werden mit Hilfe eines Keschers in einen weissen Eimer umgesetzt.  © DPA

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) steht auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Ziel der Maßnahme sei es, den Bestand des vom Aussterben bedrohten Fisches wieder aufzubauen, hieß es.

Die am Dienstag in der Alster ausgesetzten Aale wurden an der französischen und englischen Atlantikküste gefangen und anschließend für zwei Monate in einem Aufzuchtbecken nahe Hamburg "gemästet".

Die Schutzmaßnahme des Angelsport-Verbandes Hamburg koste rund 25.000 Euro und fände jährlich statt.

Vor wenigen Wochen wurden bereits rund 244.000 kleine Aale in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern ausgesetzt.

Das Land unterstützte die Aktion mit 58.000 Euro, was 80 Prozent der Gesamtkosten entspreche, teilte das Agrarministerium in Schwerin mit.

Ziel des Aalprojekts in Mecklenburg-Vorpommern ist es, dass 40 Prozent der erwachsenen Tiere in die Laichgebiete der Sargassosee östlich von Florida wandern (TAG24 berichtete). Erwachsen sind die Aale allerdings erst nach 20 Jahren.

Über den Golfstrom soll der Aalnachwuchs dann nach Europa zurückkommen und die Flüsse hinaufwandern.

Rüdiger Märker (links) und Robin Giesler vom Angelsport-Verband Hamburg e.V. besetzen den Goldbekkanal mit Jungaalen.
Rüdiger Märker (links) und Robin Giesler vom Angelsport-Verband Hamburg e.V. besetzen den Goldbekkanal mit Jungaalen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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