Sitzung zu Krawall-Vorlesungen von AfD-Gründer Bernd Lucke

Hamburg – Der Wissenschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft befasst sich am Mittwoch um 17 Uhr mit den Tumulten rund um die Makroökonomik-Vorlesung des AfD-Mitbegründers Bernd Lucke an der Universität Hamburg.

Bernd Lucke verlässt nach seiner verhinderten Antrittsvorlesung den Hörsaal der Universität.
Bernd Lucke verlässt nach seiner verhinderten Antrittsvorlesung den Hörsaal der Universität.  © dpa/Markus Scholz

Konkret gehe es um die "Gewährleistung der Durchführung von Forschung und Lehre".

Zu der Sitzung hat der Ausschussvorsitzende Daniel Oetzel (FDP) unter anderen Uni-Präsident Prof. Dieter Lenzen und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer geladen. Auch ein Sachverständiger zum Hochschulrecht soll gehört werden.

Lucke war in diesem Semester an seinen Lehrstuhl für Volkswirtschaft zurückgekehrt, nachdem er nicht erneut in das Europäische Parlament eingezogen war.

Die Störungen seiner beiden ersten Vorlesungen im Oktober hatten eine bundesweite Debatte über Meinungsfreiheit in Deutschland ausgelöst. Die beiden folgenden Vorlesungen konnte er unter Polizeischutz abhalten.

Die Wissenschaftsbehörde hatte klargestellt: "Die Rechtslage ist klar. Herr Lucke hat das Recht und die Pflicht, an der Universität Hamburg zu lehren."

Lucke ist ordentlicher Professor und Beamter des Landes. Aus der AfD, die er 2013 mit gegründet hatte, war der Ökonom im Juli 2015 ausgetreten.

Polizisten bewachen während der Vorlesung von AfD-Mitgründer Bernd Lucke einen Hörsaal der Uni Hamburg.
Polizisten bewachen während der Vorlesung von AfD-Mitgründer Bernd Lucke einen Hörsaal der Uni Hamburg.  © dpa/Tim Vogel

Titelfoto: dpa/Markus Scholz

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